Vogel gewinnt Premiere des «Ride the Day» Davos

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Beim «Ride the Day» in Davos war Fahrtechnik und Ausdauer gefragt: Florian Vogel war auf der Strecke vom Weissfluhjoch zum Wolfgangsee der Schnellste.

77 Herren und 8 Damen nahmen in Davos an der ersten Austragung des «Ride the Day» Teil: Bei diesem Enduro-Rennen galt es, auf technisch anspruchsvollen Singletrails so schnell wie möglich vom Weissfluhjoch hinunter zum Wolfgangsee zu gelangen. Wegen des unerwarteten Schneefalls konnte leider nur eine Route präpariert werden – vorgesehen waren er gekachelt war.

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Tückische Verhältnisse wegen Tauwetter
Der Schneefall in der Woche vor dem Rennen liess den Trail nochmals tückischer werden: Das Schmelzwasser spülte dünnen Matsch in die steinigen Passagen und sorgte für rutschige Verhältnisse. Wer zu langsam unterwegs war, konnte so kaum eine saubere Linie fahren und verlor neben der Kontrolle auch viel Zeit. Wegen der Streckenlänge, einiger Ziehstücke und einem kurzen, aber knackigen Gegenanstieg waren Allrounder-Qualitäten gefragt, um eine schnelle Zeit hinzulegen – von den Bikes wie von den Fahrern.

Bei den Herren gewann mit deutlichem Abstand der Crosscountry-Profi Florian Vogel, zuletzt Bronzemedaillen-Gewinner an den Weltmeisterschaften in Fort William. Er verwies die nächstplatzierten Tobias Hollenstein und Thomas Junginger um 90 und mehr Sekunden auf die Plätze – und blieb als einziger unter der 20-Minuten-Marke. Bei den Damen war Susanne Amacker die schnellste, vor Barbara Katz und Christine Pfiffner.

In der Teamwertung blieben zwei Teams beim ersten Durchgang versehentlich unberücksichtigt, so dass die Rangliste nach der Rangverkündigung nochmals korrigiert werden musste. So rutschte das Swisspower-Team mit Einzelsieger Florian Vogel, Andi Seeli und Thomas Steiner von der Spitze auf Rang Drei zurück. Neuer Sieger ist das Team «Ramsauer 1» mit Stefan Naber, Tobias Hollenstein und Marcel Kuratli vor dem Team «Liteville 1» mit Frank Leyrer, Roland Czuday und Thomas Kern. Ein schmerzhaftes Ende nahm der vergnügliche Tag auf den Davoser Trails für den Co-Organisator und Herausgeber des Bike-Magazins Ride, Thomas Giger: Beim Versuch, eine besonders knifflige Passage fahrend zu bewältigen, kam er so unglücklich zu Fall, dass er sich den Mittelhandknochen brach.

Für 2008 sind zwei Tage geplant
Fürs kommende Jahr planen die Organisatoren einen Ausbau des «Ride the Day» auf zwei Wettkampf-Tage. Auch dann sollen wieder dieselben Spielregeln gelten: Fahren kann man, so oft man will, und Dank der Chip-Zeitmessung stehen am Ende die Sieger fest. Wobei nach zwei Tagen auf den Davoser Trails eigentlich jeder ein Gewinner sein dürfte.

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Die komplette Rangliste des «Ride the Day» in Davos gibt’s hier und die komplette Teamrangliste hier.

Text: LvR
Photos: suti / davos

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