So fängts an…

Hallo zusammen, hier nun endlich mein erster Eintrag im neuen FL Blog. Motivation zum Schreiben des ersten Eintrags holte ich mir vergangenes Wochenende am ersten Weltcup der Saison in Houffalize BEL, doch dazu später.

Ich hab mir nun lange Gedanken darüber gemacht wie ich meinen Start hier gestalten soll. Ob ich eine Art „Lebenslauf“ schreiben soll oder einfach mal anfangen soll zu berichten. Letztlich entschied ich mich für die zweite Variante. Wer sich jedoch für mich interessiert oder etwas mehr erfahren möchte über mich und was ich so die letzten Jahren getrieben hab, soll doch mal auf meiner Homepage vorbeischauen (sidneygerber.ch).
Also, das Projekt Houffalize startete für mich am Donnerstagmorgen. Gegen Mittag kam ich an und David Graf, in dessen Camper ich die nächsten Tage nächtigte, fing mich gleich auf der Hauptstrasse mit einem Sprint ab. Doch nicht weil er im Trainingsrückstand war, sondern weil sich unser Vorzelt dachte es müsse etwas im Fluss baden gehen… Fängt ja schon mal gut an. Kaum 15 Minuten später hatten wir auch schon den ersten Kontakt mit der belgischen Polizei, die uns auf die belgische Art mitteilte, dass wir unser Basislager gleich mal wieder abbauen können, da wir uns auf dem VIP Parkplatz befanden. Super. Also machten wir uns auf den Weg um eine neue Location zu suchen, um unseren Party Camper zu plazieren. Neben den Weiss-Brüdern, welche ebenfalls mit Camper anreisten, fanden wir diese.


Begrüssungszelt


Dave a.k.a. Jamie Oliver

Gut. Danach erledigten wir die administrativen Dinge und starteten zum ersten Training. Das Donnerstags-Training ist immer ziemlich relaxt. Man probiert mal alles aus und macht sich halt so gut wies geht mit der Strecke vertraut. Dazu gehören natürlich auch unfreiwillige Bodenproben, die in Belgien wohl jeder nahm. Für zwei drei Läufe mit der Helmkamera hat’s auch noch gereicht. Die Jungs von SRSuntour werden wohl in den nächsten Tagen den dazugehörigen Clip auf der Suntour Page veröffentlichen.
Am Freitag war die Stimmung dann doch schon etwas angespannter. Nach einem Nachmittag voller Reifenwahl-Sogen (vorne Maxxis Advantage 2.1, hinten Maxxis Monorail 2.1) und anderen Dingen standen am Abend das zweite Training und die Quali an. Da die Strecke, mit vielen weichen Kurven und losem Kies, sehr anspruchsvoll war, versuchte ich einen sicheren Lauf ohne grobe Patzer zu fahren. Mehr oder weniger gelang mir dies auch und es sprang der 22. Rang raus. War ganz ok, vor allem wenn ich ans letzte Jahr dachte, als ich immer in der hinteren Hälfte lag. Ich hoffe allerdings, dass ich dies in Maribor beim nächsten Weltcup in zwei Wochen noch etwas unterbieten kann. Mal sehen wie viel Platz noch ist bis zum Limit…
Samstag – Racetag. Wieder galt es, sich die Zeit bis zum Training zu vertreiben. Gar nicht mal so einfach, wenn man das Ziel hat seine Kräfte zu schonen, um am Abend frisch zu sein. Aus diesem Grund ist unsere Zeit an den Weltcups auch immer etwas anders. Schlafenszeit ist meist erst so ab Mitternacht oder später, und aufgestanden wird vor neun oder zehn bestimmt nicht. Mit Essen und Drahtesel-Putzen ist es bald Abend: Zeit, sich dem letzten Training zu widmen. Dies nutzt man meist nur noch als warm up oder um halt alle anderen Linien, welche bisher noch nicht gefahren wurden, auszutesten. Einige Gates sind auch immer ganz hilfreich.
Das Rennen startete für mich ziemlich gut. Im ersten Lauf konnte ich dank der Aussenlinie in der ersten Kurve dem Tumult innen entweichen. Das Achtelfinale verlief dann ähnlich. Leider verpasste ich den Start etwas und konnte erst mal nur nachfahrn. Doch dies erwies sich im Verlauf des Runs als ziemlich hilfreich; wieder legten sich meine Mitstreiter hin und ich konnte sorgenfrei ins Viertelfinale einziehen. Top 16. Hier warteten Roger Rinderknecht, Slavik1 sowie Slavik2 auf mich. Leider war hier meine Glückssträhne vorbei. Ich beendete den Lauf als Dritter und fiel somit auf den zehnten Rang.


Bodenprobe


Kurbenlage


Erste Runde

Kein schlechter Saisonstart. Obwohl etwas Glück dabei war, bin ich sehr zufrieden und hoffe in zwei Wochen in Slowenien etwas ähnliches erreichen zu können. Nun heisst es jedoch erst mal Beine hoch und neue Kräfte sammeln, bevor es am Freitag an den Bike Days in Solothurn gegen die CC Jungs geht. Ich werde da zusammen mit anderen 4x-ern gegen die CC-Gümmeler sprinten. Sofern die Strecke nicht allzu lang wird und am noch einige technische Parts hat, gibt es eine Chance. Ansonsten werden wir wohl von den Kondi-Tieren abgezogen.

Alle Bilder Janis Lütolf, Winterthur.

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