Eurobike-Gallerie II: Helme für 2012

Es geht was bei den Helmen: iXS und O’Neal präsentieren günstige Einsteiger-Modelle im Fullface-Segment, Giro hat mit dem „Feature“ einen neuen Helm für All Mountain und Enduro im Sortiment, und die Designs von TLD sind immer einen Blick Wert. Auch sonst sind Frontline Magazine einige auffallende Schalen an der Eurobike aufgefallen.

Bell
Auf den Fullface-Helm „Proto-9 DH“, den Aaron Gwin diese Saison trug, muss man bei Bell Sports wohl noch bis 2013 warten. Dafür war von der Dirtschale „Faction“ eine wilde Artist Collection-Variante zu entdecken. Dieses Design des in Surf- und Skate-Kreisen legendären Jimbo Phillips sieht irgendwie nach einem Mix aus Sponge Bob und Spladder aus.

Bluegrass
Nochmals ausgebaut präsentiert sich das Helmsortiment von Bluegrass für 2012: An Dirtschalen gibt es zusätzlich zum Modell „Bold“ nun noch einen „Superbold“, der statt in zwei in drei Schalengrössen und in auffälligeren Designs zu haben ist. Bei den Fullface-Helmen gibt’s 2012 neben dem „Brave“ (links im Bild) und dem „Explicit“ das komplett neue Einsteigermodell „Intox“ (rechts). Alle Helme von Bluegrass sind in verschiedenen Farbkombinationen und Mustern zu haben.

Catlike
Nomen est omen: Beim in Rennrad-Kreisen sehr angesehenen spanischen Helm-Hersteller Catlike heisst das Fullface-Modell schlicht „Gravity“. Der Helm ist in drei Finishes erhältlich, wiegt nur ganz knapp über 1000 Gramm und bietet mit 11 Lüftungsöffnungen und der hauseigenen Dual Flow-Technologie eine annehmbare Frischluft-Zufuhr.

Cratoni
Für einen Cratoni-Helm mit abnehmbarem Kinnbügel sieht das neue Modell „Shakedown“ richtig gut aus. Man muss schon genau hingucken um zu sehen, dass bei diesem Modell der Kinnbügel abgenommen werden kann. Mit 16 Ventilationsöffnungen und einem Gewicht von 730 Gramm können sich auch die übrigen Eckwerte sehen lassen.

Ohne Kinnbügel oder Visier, dafür aber auch mit nur 420 Gramm Gewicht geht die Dirtschale „X-Up“ an den Start. Und bietet neben 11 Lüftungsöffnungen und einer dauerhaften ABS-Aussenschale eine Aufnahme für ein Rücklicht und einen attraktiven Preis. Nicht nur für Dirtparks und Pumptracks, sondern auch für die City eine Überlegung wert.

Giro
In gleich acht verschiedenen Finishes bringt Giro das neue Allmountain- und Enduro-Modell „Feature“ auf den Markt. Dank Inmold-Konstruktion, extra leichten Gurten und Verschluss sowie einer schmalen, leichten Form wiegt dieser Helm wenig und bietet eine gute Belüftung.

Beim Design lehnt sich Giro aber stark an Dirtschalen an, um Biker ohne Rennambitionen anzusprechen, die sich das Topmodell „Xar“ nicht leisten können. Denn der „Feature“ wird auch für Normalsterbliche bezahlbar.

Vom bewährten Fullface-Modell „Remedy“ war am Eurobike-Stand unter anderem auch eine Variante in grellem Gelb und Cyan zu sehen – eine für 2012 bei vielen Herstellern angesagte Farbkombination, ob auf Bikes, Bekleidung oder weiterem Zubehör.

Für die Freizeit und den Alltag empfiehlt sich das Modell „Reverb“ – zumindest, wenn man wie Frischi zu Beginn der 90er Jahre aussehen will. Dieser Helm ist ans klassische Design des „Hammerhead“ angelehnt und in verschiedenen Farben zu haben. Das kleine Baumwoll-Visier ist per Klett mit dem Polster des Helms verbunden.

iXS Sports Division
Bei iXS Sports Edition wird es 2012 bunt – noch bunter als bisher schon. Das beginnt mit den Protektoren der „Hammer“-Serie: Die bezahlbaren und dennoch leichten Ellbogen- und Knieschützer sind kommende Saison auch in einer „green color edition“ zu haben. Oder im Klartext: In einem grellen Giftgrün, das nicht zu übersehen ist. Passend dazu gibt’s auch eine Dirtschale.

Komplett neu im Sortiment von iXS Sports Division ist das Fullface-Modell „Metis“. Dieses spielt mit 21 Lüftungsöffnungen in der ABS-Schale und einer Reihe weiterer, durchdachter Details wie der voluminösen, aus dem Motorrad -Sport abgeschauten Polsterung in der Oberliga. Und das in fünf verschiedenen Designs. Auffällig ist das kantige Design, das zudem am Hinterkopf für die Kombination mit einem Neck Brace optimiert wurde.

Nochmals weit mehr Designs gibt’s beim „Phobos“, dem Einsteigermodell von iXS Sports Division in Sachen Fullface-Helme. Und dabei begrenzen sich die Farbkombinationen und Designs nicht nur auf den Helm: Auch Goggles mit passend eingefärbtem Rahmen und Strap und Handschuhe gibt es in den entsprechenden Designs. Mit dem herausnehm- und waschbaren Innenfutter, 21 Luftüngsöffnungen, einem hochwertigen Sicherheitsverschluss und 1100 Gramm Gewicht hat der „Phobos“ auch jenseits der Optik eine Menge zu bieten.

Mango
Als Spezialist für leichte, sportliche Helme für Rennradfahrer ist Mango eine Grösse. Nun wagen sich die Italiener mit diesem Modell (dessen Namen ich mir leider nicht notiert habe) in den Gravity-Bereich vor. Der Kinnbügel mitsamt der Polster für die Ohren ist abnehmbar, das Futter lässt sich zum Waschen heraus nehmen. Und der Stil ist recht eigen.

O’Neal
Mit dem „Fury“ startet O’Neal die Offensive in Sachen günstiger Fullface-Helme. Für unter 100 Euro gibt’s ein ansprechendes Design (es gibt auch auffälligere Varianten als die Schwarze), eine Menge Lüftungsöffnungen in der ABS-Schale, eine magnetische „Fidlock“-Schliesse und ein Gewicht von 950 Gramm – nicht schlecht!

In einer anderen Liga spielt da das Modell „Skad“ in der „Bootleg Carbon“-Ausführung. Das Gewicht des aus Kohlefasern gefertigten Fullface-Helms gibt O’Neal mit 950 Gramm an. Vom farbigen, zum Waschen herausnehmbaren Futter bis zur vertrauenserweckend robusten Schliessung zeigen eine Menge hochwertiger Details, dass dies das Topmodell ist.

Neben Signature-Designs für Cedric „CG“ Gracia und Andreu Lacondeguy gab es am Stand von O’Neal – weit oben und aus dem Blickfeld für die jüngsten Messebesucher – auch einen Fullface-Helm und Handschuhe in „Hustler“-Design zu sehen, kaum bekleidete Damen inklusive. Was für Larry Flint im Rollstuhl?

POC
Die Schweden von POC sind für ihre knalligen Farben bekannt. Das Dunkelrosa (oder Magenta), das nun neben Hellblau, Froschgrün und Orange angeboten wird, sorgte am Eurobike-Stand für eine Menge Kommentare. Die „Receptor Flow“-Dirtschale wurde jedenfalls oft für einen Schnappschuss aus dem Regal gehoben.

Von POCs markantem Allmountain-Modell „Trabec“ gibt es 2012 nicht nur weitere Farben, sondern auch eine „MIPS“-Variante. Mit „MIPS“ bezeichnet POC eine Technologie, die bei einem Aufprall ein gezieltes Verschieben der äusseren Helmschale im Verhältnis zur Schaumpolsterung erlaubt und so Belastungsspitzen von der Wirbelsäule fern hält.

Troy Lee Designs
Der Renner bei Troy Lee Designs ist nach wie vor der „D3“ – und den gibt’s für 2012 wie gewohnt in verschiedenen Farben und Designs. Hier sind sie, die neuen Schalen von TLD.

 

URGE
Wenn etwas runde Löcher hat, ist es ein Stück Emmentaler – oder ein Helm von Urge. Nach Modellen für Downhill und Enduro präsentieren die Franzosen nun für 2012 mit dem „All-M“ einen Allmountain-Helm. Das Gewicht wurde laut Hersteller trotz Beibehaltung der aluverstärkten Struktur auf 300 Gramm gesenkt.

Belüftungskanäle sollen zusammen mit den auffälligen Lüftungsöffnungen für eine ausreichende Belüftung auch für heisse Allmountain-Abenteuer sorgen. Und das vom „Enduromatic“ bekannte, waschbare Gangsta-Pad vorne an der Stirn ist auch beim „All-M“ am Start.

Vom „Downomatic“ gibts 2012 eine Menge verschiedener Farbvarianten – wovon einige durchaus zu gefallen wissen.

So viel zu Frontline Magazines Teil 2 des Eurobike-Rückblicks, weitere Gallerien mit leckeren Teilen folgen auf dieser Website.

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