Junge Wilde gewinnen in Champéry

Die neuen Downhill-Weltmeister heissen Emmeline Ragot und Danny Hart. Beide riskierten auf der ultrasteilen Strecke von Champéry bei Nässe und Schlamm viel, kamen ohne Sturz durch und holten sich so verdient die Regenbogen-Trikots.

Weil sie als eine der wenigen Damen ohne Stürze durchkam, holte sich Emmeline Ragot den Weltmeistertitel – den zweiten ihrer Karriere – mit grossem Vorsprung auf Rachel Atherton und Claire Buchar. Insbesondere der Podestplatz der Kanadierin Buchar, die dieses Jahr meist im Bikepark von Whistler als Guide unterwegs war und kaum zu Rennen antrat, darf als Sensation gelten.

UCI Mountain Bike-WM
Downhill Damen:
1. Emmeline Ragot, FRA, in 4:54.012min
2. Rachel Atherton, GBR, + 15.291
3. Claire Buchar, CAN, + 27.953
4. Myriam Nicole, FRA, + 28.294
5. Sabrina Jonnier, FRA, + 30.317
6. Mio Suemasa, JAP, + 37.723
7. Petra Bernhard, AUT, + 38.370
8. Emilie Siegenthaler, SUI, + 43.941
9. Tracy Moseley, GBR, + 44.151
10. Miriam Ruchti, SUI, + 49.112
ferner:
11. Harriet Rücknagel, GER, + 1:04.222
16. Elke Rabeder, AUT, + 1:39.968
18. Sandra Rübesam, GER, + 1:52.436

Auch das Rennen der Herren war von einer Menge Stürze geprägt. Erfreulich lange im Hotseat halten konnte sich Ludovic May, am Ende reichte es dem Romand zu Rang 18. Nur kurz war dagegen Brandon Faircloughs Aufenthalt an der Spitze der Rangliste, er wurde schon bald von Damien Spagnolo entthront. Schneller als der Franzose war in der Folge nur noch einer: Der Engländer Danny Hart zeigte einen weiteren seiner „Sieg oder Sarg“-Läufe. Er kam ohne Sturz durch und stellte eine unglaublich anmutende, neue Bestzeit auf.

An dieser Bestzeit von Danny Hart bissen sich in der Folge die grossen Drei des Downhill-Sports die Zähne aus: Gee Atherton kam nie recht auf Touren und im untersten Streckenteil zwei Mal zu Fall, Greg Minnaar verlor von oben bis unten Zeit und landete auf Rang Acht. Als letzter Starter konnte nur noch Aaron Gwin den Sieg von Danny Hart verhindern. Der Amerikaner war zuerst schnell unterwegs, aber nach zweieinhalb Fahrmminuten fand er sich in den Fangnetzen wieder – und im Ziel auf Rang 12.

UCI Mountain Bike-WM
Downhill Herren:
1. Danny Hart, GBR, in 3:41.989min
2. Damien Spagnolo, FRA, + 11.699
3. Sam Blenkinsop, NZL, + 12.993
4. Brendan Fairclough, GBR, + 13.135
5. Mickael Pascal, FRA, + 14.642
6. Marc Beaumont, GBR, + 15.445
7. Sam Hill, AUS, + 15.901
8. Greg Minnaar, RSA, + 15.990
9. Brook MacDonald, NZL, + 16.932
10. Fabien Barel, FRA, + 18.294
ferner in den Top30:
12. Aaron Gwin, USA, + 20.422
16. Markus Pekoll, AUT, + 23.707
18. Ludovic May, SUI, + 25.320
26. Marcus Klausmann, GER, + 32.791
28. Nick Beer, SUI, + 33.911
29. Benny Strasser, GER, + 34.332

Bei den Junioren und Juniorinnen gab es zwei Favoritensiege: Troy Brosnan und Manon Carpenter gewannen beide mit grossem Vorsprung. Für eine veritable Sensation sorgte der Österreicher David Trummer: Er holte sich Rang Zwei hinter Brosnan. Dagegen konnten Loïc Bruni und Faustin Figaret ihre starken Leistungen aus den Trainings im Rennen nicht bestätigen. Mit ihren Siegerzeiten hätten Manon Carpenter bei der Elite Rang 3 und Brosnan bei den Herren Rang 2 belegt. Das ist mal eine Ansage!

UCI Mountain Bike-WM
Downhill Junioren:
1. Troy Brosnan, AUS, in 3:51.503min
2. David Trummer, AUT, + 12.188
3. Guillaume Cauvin, FRA, + 19.294
4. Lewis Buchanan, GBR, + 20.796
5. Loïc Bruni, FRA, + 22.235
ferner:
26. Maxime Chapuis, SUI, + 55.530
31. Freddy Hunziker, SUI, + 1:03.952
35. Antoine Bagnoud, SUI, + 1:10.807
36. Jonas Bernet, SUI, + 1:14.285
43. Philipp Bünnemann, GER, + 1:33.948

UCI Mountain Bike-WM
Downhill Juniorinnen:
1. Manon Carpenter, GBR, in 5:11.545min
2. Agnes Delest, FRA, + 14.457
3. Lauren Rosser, CAN, + 17.248
4. Sandra Reynier, FRA, + 21.943
5. Sarah Atkin, NZL, + 57.367

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