25th Taipei Cycle Show: Trends und News aus Fernost

Die Eröffnung der 25. Auflage der „Taipei Cycle Show“ war Chefsache: Neben Taiwans Präsidenten Ma Ying-jeou gaben sich auch der Industrieminister und der Präsident der Handelsförderung die Ehre. An den folgenden vier Tagen gab es in der Nangang Exhibition Hall eine Menge zu entdecken. Frontline Magazine bietet einen Rückblick auf die drittgrösste Fahrrad-Messe der Welt.

 

 

Marzocchi mit 2013er-Mustern
Die Gerüchte um Marzocchi reissen nicht ab, weil es keine verlässlichen Informationen von Tenneco gibt, dem Noch-Mutterkonzern der zum Verkauf stehenden Fahrrad-Sparte von Marzocchi. Zu allem Überfluss hat nun auch noch SR Suntour angekündigt, per Ende April mit der Fertigung von Gabeln für Marzocchi aufzuhören.

Aftermarket Sales Manager Simone Bassi präsentiert die 2013er-Gravitygabeln von Marzocchi.

Trotz der unsicheren Zukunft gehörte Marzocchi in Taipeh zu den Ausstellern – auch wenn der Stand zu den kleineren und unscheinbareren gehörte. Und im Sitzungs-Kabäuschen hinter den Stellwänden lagen auch 2013er-Gabeln für Interessenten bereit. Vor allem die beiden Gravity-Modelle 66 und 888 wirkten mit den neu beschichteten Standrohren sehr wertig.


Ebenfalls am Start war die „Corsa 29“: Bei dieser für Renneinsätze konzipierten Gabel für Twentyniner-Laufräder sind die Gabelkrone und der konifizierte Schaft aus Carbon gefertigt. Eine Schnellspann-Steckachse sorgt für das notwendige Extra an Steifigkeit. Angesichts dieser Gabeln kann man nur hoffen, dass der Krimi um den Besitzerwechsel für die Fahrrad-Sparte von Marzocchi ein Happy-End bekommt.


Crank Brothers Kronolog Teleskop-Stütze
Mit der „Joplin“ war Crank Brothers im Geschäft mit Teleskop-Sattelstützen sehr früh am Start – wurde dann aber von verschiedenen Mitbewerbern ein- und überholt. Nun präsentieren die Amerikaner mit der „Kronolog“ die nächste Generation ihres Bestsellers. Und diese weiss in den Details zu gefallen: Durch die Formgebung sollte ein Verdrehen des Sattels relativ zum Rahmen nicht mehr drin liegen.


Der Zug der Fernbedienung setzt unten an der Stütze an, wodurch sich der Radius der Aussenhülle beim Absenken des Sattels nicht ändert. Über einen Bereich von 125mm lässt sich der Sattel vom Lenker aus stufenlos verstellen. Und auch die Fernbedienung weiss von der Optik wie von der Ergonomie her zu gefallen. Mit der „Kronolog“ dürfte sich Crank Brothers zurück in die Spitzengruppe der Teleskop-Stützen katapultieren.


Merida: Neues Hinterbau-System mit bekanntem Namen
Merida vertraut bei den Plattformen mit mehr als 140mm Federweg neu auf einen Dual Link-Hinterbau: Zwei kurze Hebel verbinden die in sich geschlossene Schwinge mit dem Hauptrahmen und dem Federbein. Das neue Federungssystem gibt’s als „Freddy“-Freerider mit 180mm Federweg, als „One-Sixty“ Enduro- oder als „One-Fourty“ Allmountain-Modell.

Brisant dabei: Merida nennt diese Kinematik „VPP“. Von der Konstruktion her gibt’s keine Probleme mit den Patenthaltern Santa Cruz und Intense Bikes, denn es fehlt ein gegenläufig rotierender Hebel. Ob die Namensgebung so beibehalten werden kann oder abgeändert werden muss, bleibt abzuwarten.



Auch KindShock kann’s verdeckt
Die zunächst nur für wenige Hersteller angebotene Reverb-Stütze von RockShox hat die grossen Schlagzeilen auf sicher. Mit der „integra“-Variante der „LEV“-Teleskopstütze zieht nun aber KindShock nach. Auch hier wird die Leitung der Fernbedienung von unten zur Stütze geführt, was für eine aufgeräumte Optik sorgt – aber auch einen entsprechenden Rahmen bedingt – etwa von Scott oder Trek. Oder von einem beliebigen Hersteller, wenn das Sitzrohr als offener Stummel ausgeführt ist.


Weich, weicher, RSR
Im Kampf um Hundertstelsekunden zählt im Downhill-Rennsport jedes Detail. Und eine superweiche Gummimischung kann auch dann noch Traktion bieten, wenn andere Reifen schon wegschmieren. Darum bietet nun auch Kenda mit der RSR-Variante superweiche Ausführungen verschiedener Downhill-Reifen an, jeweils in 2.35 oder 2.5 Zoll Breite. Die Haltbarkeit der Dinger ist wegen der extrem weichen 42sA-Gummimischung sehr begrenzt, die Traktionsreserven dürften dafür in grenzwertigen Bedingungen umso grösser sein. Ein Fall für Rennfahrer, also.


d&i Gold-Award für Grindkette
Im Rahmen der erstmals und zusammen mit iF Design organisierten design&innovation Awards wurden insgesamt 74 Hersteller ausgezeichnet. 5 davon erhielten einen Gold Award, der vom Taiwanesischen Präsidenten Ma Ying-jeou persönlich überreicht wurde. Und dank der speziell für Grind-Manöver entworfenen „Kool Knight Chain“ von KMC waren auch die Actionsport-Spielarten des Bikens vertreten. Die weiteren vier Auszeichnungen gingen an Kenda für das „SCT Tire“-Pannenschutzsystem, an Fairly Bike Manufacturing für das in Kooperation mit Stöckli entwickelte eBike „Flow“, an Giant für das auffällige Sporttrekking-Rad „OBO ARX“ sowie an die Firma Ke Chiuan Technology für die „SABS Frequency Brake“, einem in die Bremsbeläge integrierten ABS-System für Velos.  


GLM Rims: Felgen von der Nummer Eins
Vor einigen Jahren in Kunshan (Hinterland von Shanghai) gegründet, hat sich das Tochterunternehmen von Giant zu einem der zentralen Lieferanten von Felgen im Erstausrüster-Geschäft gemausert. Nota bene nicht nur für Fahrräder, sondern auch für Motorräder und Rollstühle. An der Taipei Cycle Show trat GLM nun selbstbewusst als eigene Marke auf. Und präsentierte neben 18 verschiedenen Felgenprofilen für Cross Country auch 5 Freeride-Modelle und nicht weniger als 9 (!) Profile für Downhill. Bei letzteren reichen die Gewichte laut GLM Rims von unglaublich leichten 430 Gramm bis zu massiven 630 Gramm.  


Auch kleine Akteure am Start
Auch kleine Hersteller fehlten an der Taipei Cycle Show nicht. Manche überliessen den Auftritt ihren taiwanesischen Vertriebspartner, andere markierten selbst Präsenz. Etwa Production Privée, bekannt geworden als Lenker- und Vorbausponsor von Cedric Gracia und dessen Racing Brigade. Ausser Lenkern, Vorbauten und dem auffälligen Hardtail-Rahmen „Shan“ hat Production Privée auch Kits mit exzentrischen Befestigungsbolzen für Federbeine im Sortiment, die ein Feintuning der Geometrie eines Bikes erlauben.

Mehr Carbon an Sätteln von Velo
Bisher gab es vom grössten Sattelhersteller Velo noch keine Modelle mit Carbon-Schale oder Schienen. An der Eurobike stellte Velo aber bereits erste Rennrad-Modelle der Miles-Serie vor, nun folgte an der Taipei Cycle Show das rennorientierte, geländegängige Modell „VL1491“. Dank Sattelschale und Gestell aus Carbon wiegt dieser sportlich geschnittene Sattel nur 153 Gramm. Das neu entwickelte Vex Foam-Dämpfungsmaterial soll besonders formstabil sein und dennoch für Komfort auf langen Ausfahrten sorgen.

Noch ohne Typenbezeichnung kam eine zweite Neuheit daher: Auch hier geht es um einen rennorientierten, spartanischen Sattel mit einer Schale aus Carbon. Anstelle eines klassischen Sattelgestänges kommt aber das hauseigene, schon bei BMX-Sätteln bewährte „Pivotal System“ zum Einsatz: Verzahnungen unten an der Satteldecke sowie am Kopf der Sattelstütze erlauben einen weiten Verstellbereich in Längsrichtung wie in Bezug auf den Winkel, in dem der Sattel montiert werden kann.


Prologo stösst ins Gelände vor
Im Strassen-Rennsport ist Prologo bereits ein ganz grosser Name. Nun wollen die Italiener auch im Gelände durchstarten. Auf die Olympischen Spiele hin wird an einem superleichten Crosscountry-Sattel getüftelt. Bereits erhältlich sind dagegen das im Allmountain-Segment positionierte Modell „Scratch X-14“ und das Downhill-Modell „Scratch X20 TR“.

Bei letzterem sorgen Aufgummierungen auf der Sitzfläche für eine Extraportion Grip bei schmuddligen Verhältnissen. Die überdimensionierten Titanrohre des Sitzgestells sollten auch mal eine unfreiwillige no-foot Landung aushalten, ohne in die Brüche zu gehen. Und dennoch bleibt dieser Sattel mit 216 Gramm angenehm leicht, sicher angesichts seiner Robustheit.


Astro mit neuer Kinematik: FSS
Branchen-Insider wissen, dass die Rahmen von Astro von verschiedenen Herstellern eingesetzt werden – von Azonic über Kraftstoff bis zu Radon reicht die Palette an Marken. Darum lohnt sich auch ein Blick auf den neuen FSS-Downhiller. Bei diesem ist die Schwinge mittels zweier Umlenkhebel mit dem Hauptrahmen und dem Federbein verbunden. Letzteres steckt tief und mittig im Rahmen und ist dort auch gut vor Schlamm geschützt. Man darf schon jetzt gespannt sein, an wie vielen Messeständen der FSS-Downhillrahmen in Friedrichshafen auftauchen wird.

Das gleiche Hinterbau-System verwendet Astro auch für einen 29er-Rahmen mit 120mm Federweg. Von den innenverlegten Zügen am konischen Steuerrohr über den Directmount-Umwerfer, die sauber in die Schwinge integrierten Postmount-Bremssockel, eine 12x142er Steckachse und eine BB92 Pressfit-Innenlagerschale bis zum Umlenkhebel aus Carbon ist dieser Rahmen voll auf der Höhe der Zeit.


Einmal flach, einmal wirklich leicht
Als Nummer Eins unter den Pedalproduzenten in Taiwan ist auch Wellgo auf den Trend mit den superflachen Plattform-Pedalen aufgesprungen: Nur 10mm hoch baut der Käfig des neuen Modells „B181“ von Wellgo, was durch eine aufgelaseerte Skalierung auf der Seite des Käfigs unterstrichen wird. Zum Pedalgewinde hin kommt ein Industrie-Kugellager zum Einsatz, auf der Aussenseite der Achse ein PU-Gleitlager. Mit einer kommunen Stahlachse soll das „B181“ 315 Gramm pro Paar wiegen.


Nochmals leichter wird das Plattform-Pedal „Hurtle“, mit dem Xpedo auf den Downhill-Markt abzielt. Auch mit Stahlachsen bleiben diese Pedale unter 300 Gramm. Dafür sorgt der Pedalkörper aus Magnesium, der auf PU-Gleitlagern läuft. Zehn Pins pro Seite, per Aussen-Sechskant zu fassen und einzuschrauben, sorgen für sicheren Halt in Kombination mit weichen Gummisohlen. Und wer dem „Hurtle“ noch eine Titanachse verpasst, kann das Gewicht weiter drücken.


Drehgriffe und Carbon-Laufräder
Jaroslav Kulhavy fuhr die Dinger schon auf seinem Weg zum Weltmeister-Titel, nun werden die neu aufgelegten Shortie Twistshifter von SRAM auch für Normalsterbliche erhältlich. Und zwar vorerst einmal für die beiden Top-Gruppen XX und X.0, was leider gleich mal die Preise der urigen Drehgriffschalter in die Höhe treibt.
Dass SRAM ins Geschäft mit Komplett-Laufrädern drängt, ist nicht neu. In Taipeh war dieser leichte „Rise 60“-Satz mit Carbonfelgen zu sehen. Und zwar für 26 wie für 29 Zoll, wobei SRAM die Gewichte mit 1330 Gramm (26 Zoll) respektive 1420 Gramm (29 Zoll) angibt. Für 2013 könnte da noch ein drittes Mass dazu kommen…
Noch nicht zu sehen waren dagegen in Taipeh das neue Schaltwerk mit der Arretierung des Schaltwerks-Käfigs oder die 4-Kolben-Trailbremse der X.0-Gruppe. Und auch die hydraulischen Bremsvarianten für Rennräder hielt SRAM noch unter Verschluss.

„Rux Werx“: Erste DH-Gabel von SR Suntour
Am Stand von SR Suntour war unter anderem auch die „Rux Werx“ zu sehen – die erste für Downhill konzipierte Doppelbrücken-Gabel der Taiwanesen. Bei der Entwicklung dieser Gabel waren Fahrer wie Knolly-Werkspilot Garett Buehler eng beteiligt. Dank Standrohren mit 38mm Durchmesser macht die Gabel einen überaus robusten Eindruck.

Als Federmedium dient Luft, und weil das Volumen der Luftkammer verstellbar ist, kann man die Gabel eher in Richtung linear oder progressiv trimmen. Der Schnellspannhebel am rechten Ausfallende verspricht einen Radausbau ohne Werkzeuge. Auch von den inneren Werten her braucht sich die „Rux Werx“ nicht zu verstecken: Die verlängerte Variante von SR Suntours RC2-Kartusche bietet für die Druckstufe eine getrennte Einstellung der High Speed- und der Low Speed-Dämpfung sowie eine einstellbare Zugstufe.

Damit müssten die 200mm Hub, welche die Gabel zu bieten hat, im Zaum zu halten sein. Wer weniger Federweg wünscht, kann die „Rux“ auch einkürzen. Dafür muss man allerdings an die Innereien der Gabel ran.Bisher hat SR Suntour weder Gewichte noch Preise oder Termine für die erste Auslieferung dieser Gabeln genannt. Bis zur Eurobike 2012 sollte aber auch in dieser Hinsicht Klarheit herrschen.

Die Felge als Induktionsring
Die Taipei Cycle Show ist nicht nur ein Heimspiel für die grossen Produzenten Taiwans. Die Messe bietet klugen Köpfen auch eine wichtige Gelegenheit, industrielle Produktionspartner für ihre Ideen zu finden. Darum war auch Dirk Strothmann aus Borgholzhausen im Teuroburger Wald nach Taipeh gereist: Sein minimalistisches LED-System „Magniclight“ wiegt als Rückleuchte nur 30 Gramm, als Doppel-Frontscheinwerfer 100 Gramm. Und es nutzt die Aluminiumfelge als Induktionsring, um ohne Kontakt Strom fürs Licht zu produzieren. Erst wenige tage vor Messestart bekam Strothmann das nötige Kapital über die Website kickstarter.com beisammen und bestieg den Flieger, um in Taipeh die Serienfertigung seines Lichtsystems aufzugleisen. Als Bindeglied zwischen Erfindern und Produzenten wird dieser Messe so schnell keine gleichwertige Konkurrenz erwachsen.

Eine Treichel in Taipeh
Viele Hersteller betrachten die  „Taipei Cycle Show“ als Tor zu den asiatischen Märkten, die sich im Moment rasant entwickeln. So gehörten auch Stevens, Bergamont und DT Swiss zu den Ausstellern. Und die iXS Sports Division, für die Pascal Haf die Stellung hielt. Neben Anbauteilen von Spank sowie Protektoren, Helmen und Bikewear von iXS Sports Division war auch eine echte Treichel am Stand zu entdecken. Eine Prise Swissness in Taipeh, also. Ob es nun bald einen „iXS Asian Downhill Cup“ geben wird?

Totgesagte leben länger
Um die Marke Corsair war es zuletzt ruhig geworden – nach Konkurs und Reorganisation. Am Stand von Atomlab war aber dieses „Konig Slopestyle“ zu entdecken. Anders als der Downhill-„Konig“ kommt dieser Rahmen ohne zweites Federbein im Bereich des Tretlagers aus. Und setzt dafür auf ein Paar sehr nahe zueinander positionierter Umlenkhebel, die dem Hinterbau 5 Zoll Federweg entlocken.  Quasi ein Mini-VPP, was Corsair hier vorzeigt.

Trailcenter auf Taiwanesisch
Am Stand des Pedal- und Steuersatz-Spezialisten VP Components stiess ich neben dem „Varial-Steuersatz, der eine Verstellung des Lenkwinkels um ± 1.5° erlaubt, auf eine Vitrine mit dem Modell eines Mountainbike-Centers. Wie sich heraus stellte, befindet sich das „Iron Hill Cycling Sport Village“ bereits im Bau, und zwar direkt neben dem Hauptquartier von VP Components, mitten im Herzen der Bike-Industrie im Tachia District gelegen. Im Juni soll es komplett fertig gestellt sein und eingeweiht werden.

Neben einer auch für UCI-Rennen homologierten BMX-Bahn wird den Besuchern ein als „4Cross“ bezeichneter Pumptrack und eine Crosscountry-Strecke geboten, dazu kommen Rampen mit einem Gefälle von 10 bis 80 Prozent, an denen das Befahren von steilem Gelände geübt werden kann. Ein interessantes Projekt, das darauf verweist, dass in Taiwan längst nicht mehr nur Fahrräder gebaut, sondern eben auch gefahren werden.

Was nicht passt…
… wird von Woodman passend gemacht. Der auf Anbauteile spezialisierte Anbieter hat zum Beispiel passende Steuersätze im Köcher, um einen durchgehenden 1.5-Zoll-Gabelschaft in einem 44mm-Steuerrohr unterzubringen, das eigentlich für konische Gabelschäfte gedacht ist. Damit das klappt, dreht sich das obere Lager in einer externen, überdimensionierten Lagerschale. Insgesamt hat Woodman Components 44 Steuersätze im Sortiment, womit sich so ziemlich jedes Passproblem beheben lassen sollte.
     
Wie aus dem Gesicht geschnitten
Zugegeben, der Hinterbau des „Killmeister“ von MacMahone hat etwas von Commencals „Supreme DH V3“. Und auch der Rest des Bikes kann eine starke Ähnlichkeit nicht verleugnen. Wär mal interessant, die beiden Bikes gegeneinander antreten zu lassen beziehungsweise direkt miteinander zu vergleichen. Wer sich für Preise und Liefertermine zum „Killmeister“ interessiert, sollte Julien Kottelat von Magma Bike kontaktieren.

Zum Vormerken: 650b, der Trend für 2013
Die Laufrad-Grösse 650b (ETRTO 584, auch 27.5 Zoll genannt) war eines der Trend-Themen an der „Taipei Cycle Show“: Zehn Tage vor dem ersten Worldcup-Sieg von Nino Schurter auf dem „neuen“ Radmass war dieses bei den meisten Ausstellern ein Thema. Wenn auch oft bloss hinter den Kulissen und im Hinblick auf die Saison 2013. Aber an einigen Ständen waren bereits 650b-Anbauteile als reguläre 2012er-Produkte zu entdecken.

Etwa bei den Schwaben von Magura: Zwar war die hydraulische Rennrad-Felgenbremse der grosse Eyecatcher am Stand. Aber in einer Vitrine war auch die „TS8 R 120 QR15“ in einer Ausführung für 650b zu sehen. Die Eckdaten: 120mm Federweg, 1630 Gramm Gewicht und dank 15mm-Achse steif genug für forcierte Ritte.

Nochmals deutlich mehr auf Renneinsätze zielt die 650b-Prototypen-Gabel ab, die SR Suntour an der Messe zeigte – und die wohl diese Saison auch im Worldcup zum Einsatz kommen wird. Die hohlgeschmiedete Krone, der konische Schaft und die Standrohre sind aus Aluminium gefertigt, die Ausfallenden aus Magnesium und die QLock15-Achse aus Titan. Dazu kommt eine Tauchrohr-Einheit aus Carbon. Lecker!

Schon im laufenden Jahrgang sind die drei Gabelmodelle „Enix“, „Velvet“ und „Vengeance“ von X-Fusion für das Radmass 650b frei gegeben. Damit stehen Federgabeln in einem Bereich von 100 bis 170 Millimetern bereit, und das von nur einem Hersteller. Man beachte die 15mm-Achse von Syntace an der „Velvet“, einer Gabel, die auch Brian Lopes in seinen Bikes fährt.

Gleich drei verschiedene Felgen waren bei Alex Rims in der Dimension ETRTO 584 zu entdecken. Da es sich dabei um normale 2012er-Produkte handelt, könnte dies dafür sorgen, dass dem im Moment noch grassierenden Felgenmangel (ausser Stan’s NoTube bietet kaum jemand Felgen für 650b an, und bei der Lieferfähigkeit hapert es auch oft) die Spitze gebrochen wird.

Für 2013 wird dies sowieso kein Thema mehr sein, weil dann diverse Marken mit 650b-Teilen auf den Markt kommen werden. Nur schon für die „Sea Otter Classic“ hat SRAM bei Nicolai zwanzig Musterrahmen für das neue Radmass geordert. Man darf also damit rechnen, dass in einem Monat in Kalifornien 650b ein grosses Thema sein wird.

Eine Antwort zu 25th Taipei Cycle Show: Trends und News aus Fernost

  1. Bing Su says:

    What a nice report!!! Thank you very much. Best regards, Mr. Bing Su / Mac Mahone – KILLMIESTER

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