e*thirteen nun auch mit Rädern

In Sachen Kettenführungen ist e*thirteen eine feste Grösse. Inzwischen bieten die Amerikaner auch Kurbeln und die Chub-Naben an. Nun folgt der nächste Schritt: Gleich im Anschluss an den Pass’Portes du Soleil-Event lud e*Thirteen Medien und Vertriebspartner zum Enduro Camp nach les Gets, um die neuen Produkte im Bikepark durchzukneten.

Im Jahr 2001 gegründet, ist e*thirteen eine relativ junge Firma. Den Namen hat sie von einer Autobahn-Ausfahrt im Bundesstaat Massachusetts, die zu schönen Trails führte. Ganz zu Beginn war e*thirteen noch an der Ostküste domiziliert. Inzwischen hat die Firma Büros im Norden und Süden von Kalifornien, im Herzen der taiwanesischen Bike-Industrie in Taichung sowie in Deutschland und insgesamt – richtig, 13 Mitarbeiter. Gefertigt wird in Taiwan bei fünf Produzenten, mit denen man schon seit Jahren zusammen arbeitet. Und diesen Herbst wird e*thirteen erstmals mit einem eigenen Stand an der Eurobike Präsenz markieren. Daneben wird das komplette Sortiment auch beim deutschen Vertriebspartner Cosmic Sports zu sehen sein.

Laufräder: Leicht, gut zu beschleunigen…
Die grossen News in les Gets waren die Laufräder – und das, obwohl e*thirteen nur die leichteren Modelle der TRS+-Serie zum Testen dabei hatte. Deren Felgen bauen 26.5mm breit, vertragen Reifen bis zu 2.4 Zoll Breite, sind aus Scandium gefertigt und wiegen nur 390 Gramm. „Bei den Laufrädern haben wir gezielt so viel Gewicht wie möglich so weit aussen wie möglich gespart“, erklärt dazu Todd Bischoff, verantwortlich für Marketing und Produkte. „Dadurch erzielen wir bessere Beschleunigungs- und Bremswerte, was man auch auf den Trails spüren kann.“ Stahlspeichen, die sich in der Mitte bis auf 1.6mm Dicke verjüngen, verbinden die Scandium-Felgen mit den Naben.

Und diese Naben haben es in sich: Die hoch bauenden Aluminium-Flansche sind mit dem überdimensionierten Nabenkörper aus Carbon verklebt – eine Konstruktion, die sich bereits bei den Chub-Naben bewährt hat. „Dank dem hohen Flansch stehen die Speichen in einem günstigeren Winkel zur Felge, was das Rad robuster und steifer macht. Zudem verkürzt sich die effektive Speichenlänge – ein Vorteil gerade für grössere Laufräder in 29 Zoll oder 650B“, erklärt Bischoff dazu. Damit ist auch gesagt, dass e*thirteen die TRS+-Laufräder für alle drei Laufradgrössen bieten wird, wobei das 650B-Modell zum Zeitpunkt des Enduro Camps noch in Entwicklung war.

…und mit schönem Sound des Freilaufs
Ganz besonders ist auch der Sound des Freilaufs: Bei diesem greifen von aussen sechs und von innen zehn Sperrklinken zu, also insgesamt 60 Klinken – etwas weniger als bei Chris King, aber deutlich mehr als bei den meisten anderen Naben auf dem Markt. Diese hohe Anzahl an Sperrklinken bringt nicht nur einen unverwechselbaren Sound, sondern auch die Kraft sehr unvermittelt von den Ritzeln auf den Boden. Mittels Endkappen lassen sich die Naben auf die üblichen Achsstandards (also vorne QR15 oder 20mm, hinten 135mm Qr oder 12mmx142mm) umbauen, und ein Tubeless-Conversion-Kit mit luftdichtem Felgenband und einem speziellen Ventileinsatz gibt es auch von e*thirteen.

An zwei Tagen im Bikepark von les Gets gelang es jedenfalls keinem der Journalisten und Importeure, eines der TRS+-Räder zu beschädigen oder ihm einen Achter zu verpassen. Damit bestätigt sich das Versprechen von e*thirteen, dass diese Laufräder leicht genug für Crosscountry-Rennen und zäh genug für Enduro-Einsätze sind. In les Gets noch nicht gezeigt wurde der LG1-Radsatz für Freeride und Downhill: Bei diesem baut die Felge 30mm breit und 30mm hoch und wiegt 550 Gramm. Damit bietet dieser Radsatz ausreichende Reserven auch für die ganz groben Einsätze.

TRS+: Leichte Zweifach-Kurbel
Neuheiten gibt es aber auch in der angestammten Domäne von e*thirteen: So wiegen die zuerst geschmiedeten und dann gefrästen TRS+-Kurbeln inklusive Innenlager und zwei Kettenblättern (erhältlich sind die Kombinationen 38/24 und 26/22) gerade einmal 770 Gramm. Dank dem auswechselbaren Spider kann man die Kurbel bei Bedarf auch mit nur einem Kettenblatt bestücken. Von den golden eloxierten Schrauben und der goldenen, überdimensionierten Achse bis zu den verschiedenen, aufgelaserten Dekorelementen sind diese Kurbeln eine Augenweide.

Die dazu passende, schaltbare TRS+-Kettenführung wiegt nur 95 Gramm, so dass sich eine äusserst leichte und dennoch funktionelle Antriebseinheit ergibt. Ausgesprochen simpel fällt die Montage von Kurbel und Kettenführung aus, worauf e*thirteen besonders geachtet hat: Tretlagerschalen montieren, antriebsseitige Kurbel aufstecken, linke Kurbel auf das dreieckige Polygon-Interface der Achse stecken und schliesslich über das Adapter Preload System, einem Aluminium-Ring zwischen linker Kurbel und Lagerschale, Vorspannung auf die Schräglager geben. Ein Gefummel mit Unterlegscheiben zwecks Optimierung der Kettenlinie kann man sich sparen – und damit auch Zeit und Nerven. Auch bei der Montage der Kettenführung reicht es im schlimmsten Fall, die mitgelieferten Unterlegscheiben mit 2.5mm Dicke zu montieren.

Mit den Laufrädern, Kurbeln und Kettenführungen der TRS+-Serie ist e*thirteen bestens für den sich abzeichnenden Enduro-Boom gerüstet. Und für die Eurobike haben die Amerikaner noch eine weitere, spektakuläre Neuheit am Start. Die wurde in les Gets noch nicht offiziell vorgestellt, war aber als Prototyp bereits im Einsatz. Also Augen auf in Friedrichshafen!

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