The MEGA Fail Alpe d’Huez// FRA

17.-22.07.2012

Zusammen mit Caro und unserem Mitbewohner Giovanni machten wir uns am Montagabend auf nach Frankreich. Die beiden Verletzten haben ihre Rennräder eingepackt, da sie im Moment noch nicht „mountainbiketauglich“ waren.

Das sagenumwobene Massenstart-Downhillrennen im Rennradpilgerort Alpe d’huez hat es definitiv in sich. Es werden auf einer Länge von 30km und rund 2600Hm vernichtet, vom Uphill ganz zu schweigen, diesen erwähnt gar Niemend.. Dort ist man so fertig, da erinnert man sich glücklicherweise gar nicht mehr so daran.

Trotz schlechtem Startplatz in der Quali am Freitag konnte ich als zwölfte durchs Ziel in Huez fahren. Somit sicherte ich mir einen Platz in der ersten Reihe im Damen Hauptrennen am Samstag. Die staubige und teils technische Strecke verlangte alles von einem ab. Meine Lunge musste ich mittels stundenlangem Husten vom Staub befreien… Eigentlich war ich schon von der Quali ziemlich fertig, wenn ich daran dachte, gleich am nächsten Tag das Hauptrennen zu bestreiten, welches eine doppelt so lange Renndauer hatte, wurde mir mulmig zumute.

Samstag morgens um 5.00 Uhr klingelte dann der Wecker, auf geht’s zum härtesten Rennen meiner bisherigen Mountainbikekarriere. Nach 2 Stunden ausharren auf dem kalten Gletscher, starteten wir das Rennen mit leicht Verspätung, da eine dichte Nebeldecke über dem Gletscher hing. Ich erwischte den absolut perfekten Start und fand mich schon wenige Meter später direkt hinter Anne-Caro Chausson wieder, wohoooo, dachte ich mir. Die ganze Schneepassage konnte ich in ihren Spuren bewältigen und auch noch von ihren Abkürzungen profitieren, die ich bis dahin noch nicht kannte. Ein langes Stück, auf der leider sehr weichen Schneedecke musste Rennend zurückgelegt werden. Knöcheltief einsinkend ein richtig hartes unterfangen!

Weiter unten stürzte ich ziemlich hart in ein Geröllfeld und wurde gleich von mehreren Konkurrentinnen eingeholt. Ich konnte mein Rennen aber sogleich fortsetzen. Der darauf folgende Aufstieg der sich auf ca. 3km hinzog war der härteste Kampf, hier hiess es die Position zu behaupten, denn nachher konnte man fast nicht mehr überholen. Keuchend, stöhnend und ächzend kämpfte ich mich da hoch… Auf dem letzten Teil, der in unzähligen Anliegerkurven durch den Wald ging, konnte ich mich wieder recht gut erholen und genoss sogar die Fahrt wieder…

Im Ziel überquerte ich die Linie als 9te mit einer Zeit von 1:05:55. So wurde ich aber nicht auf der Rangliste aufgeführt… Zwei Französinnen hatten Rekurs gegen mich eingelegt, da meine liebe Schwester Caro mich auf einigen Metern leicht angeschoben hatte. Keinesfalls um zu bescheissen, denn da waren über hundert Zuschauer am Rande… Laut Erzählungen, hatte ich da nicht mal mehr Farbe im Gesicht. In dem Moment konnte ich keine Gedanken fassen und war mir keinesfalls bewusst, das dies eventuell nicht rechtens war. Auf der Resultateliste bin ich nun als 27. mit einem 5min Penalty gewertet, nun hatten die Franzosen etwas Mühe mit dem Rechnen und haben mir 10 statt 5 Minuten draufgehauen, falls das noch angepasst wird, sollte ich so als 19. gewertet werden. So habe ich mir meine gute Leistung und ein tolles Resultat selber versaut. Nach genug Rumgeheule, habe ich dies nun abgehackt und kann auf eine super tolle Woche zurückschauen, halt mit einem bitteren Nachgeschmack…

Man lernt fürs Leben, nicht wahr? Vielen Dank an die Supporter für die Megamodifikationen an meinem Bike:

  • Daniel Portman für die super Lyrik
  • Marcel Lanz für die Laufräder
  • Gusti Wildhaber für die Tubeless Einführung
  • Specialized für das geilste Bike überhaupt
zp8497586rq
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