Greenhouse Race: Die Bilder

Am 13. Januar stieg in der Gärtnerei Kiener in Ostermundigen zum zweiten Mal das „Bergamont Greenhouse Urban Mountainbike Race“. Im Vergleich zur Premiere wurde die Strecke nochmals ausgebaut, und die Organisatoren um Ädu Kiener konnten international bekannte Namen am Start begrüssen. Frontline Magazine zeigt Bilder und Eindrücke von der winterlichen Bike-Sause.

Ein Blick hinein ins erste Gewächshaus: Selbst an die durstigen Zuschauer
haben die Organisatoren während der Pumptrack-Rennen gedacht.

Im Vergleich zur Premiere vor einem Jahr haben die Organistoren des „Bergamont Greenhouse Urban Mountainbike Race“ in Ostermundigen dieses Mal deutlich eine Schippe drauf gelegt: Ein Rundzelt im Eingangsbereich diente als zusätzliche Lounge mit eigener Bar und Grill. Auch der Indoor-Pumptrack erfuhr einen deutlichen Ausbau: Verlief dieser vor einem Jahr in nur einem Gewächshaus der Gärtnerei Kiener, so zog er sich dieses Jahr durch ein Festzelt mit Bar um das Fumoir-Gewächshaus herum, um im dritten Gewächshaus eine Extraschlaufe mit U-Turn einzulegen.

Zwei der neuen Passagen, die Teil der Verlängerung des Indoor-Pumptracks
hinüber zum dritten Gewächshaus sind und für Spektakel sorgten.  

Im Festzelt fand sich mit dem „Grab“ auch die spektakulärste Passage, wo die Fahrer zum Rechtsanlieger hinaus gleich in eine Kompression hinunter geschickt wurden. Auch der U-Turn im dritten Gewächshaus erwies sich als knifflig: Wer hier eine Ecke fuhr, verlor viel Schwung und Zeit. Von den 32 geladenen Fahrern fielen einige wegen Verletzungen aus, etwa Lokalmatador Manuel Rauch oder 4Cross-Profi und Vorjahressieger David Graf.

Voller Einsatz über Wellen und ums Eck: Simon Waldburger liess die 80er Jahre aufleben,
Brendan Fairclough kombinierte in seinen Läufen Speed und Style. 


Die verbliebenen 26 Fahrer zeigten schon am Samstagnachmittag in der Qualifikation, dass der Pumptrack für spektakuläre Fahrten gut ist. Und einige der grossen Namen liessen ihre Klasse aufblitzen: Mit Roger Rinderknecht und Joost Wichman belegten zwei 4Cross-Routiniers die Ränge 6 und 5. Nur wenige Hundertstel trennten Nick Beer auf Rang Vier von Brendan Fairclough, der seinerseits nur eine Zehntelssekunde auf Michal Prokop verlor.

Für eine genaue Zeitmessung sorgte wie beim 4Cross Cup Florian Gärtner.Sein
Leibstädter Vereinskollege Noël Niederberger fuhr die schnellste Quali-Runde.

Umso überraschender war daher, dass Noël Niederberger nochmals um 45 Hundertstel schneller war und mit 15.257 Sekunden eine klare Bestzeit fuhr. Das war eine Kampfansage des Scott 11-Juniors an die versammelten Stars. Und Niederberger war nicht nur sauschnell, er sorgte auch für Spektakel, indem er einige Wellen surfte oder gleich übersprang. Doch würde es Niederberger gegen die starke Konkurrenz auch am Abend zum Sieg reichen?

Für einmal stahl Claudio Caluori mit Stumpen und im Swiss Cycling-Einteiler
Cedric Gracia die Show. CG war dafür hochmotiviert und durchaus schnell. 

Bis zum Halbfinale gegen Joost Wichman gab sich Niederberger keine Blösse, und auch der routinierte Holländer hatte im Kampf um den Finaleinzug das Nachsehen. Im zweiten Halbfinale eliminierte Roger Rinderknecht im Duell der Weltmeister Michal Prokop. So standen sich im Finale Routine und Jugend gegenüber – und die Routine setzte sich noch einmal durch, wenn auch knapp. Das kleine Finale um Rang Drei ging an Joost Wichman.

Gleich nach dem grossen Finale ging es mit dem Goldsprint weiter, für den die 16 schnellsten Fahrer der Qualifikation gesetzt waren. Auch hier trat Roger Rinderknecht nach der Quali-Bestzeit als Favorit an: Der Winterthurer braucht für den 300-Meter-Sprint auf der freien Rolle nur 11.31 Sekunden, was einem Schnitt von fast 90 Sachen entspräche. Zudem hatte Rinderknecht diesen Wettbewerb schon im Vorjahr gewonnen.

Zuerst erklärte Noodlez den Modus des Goldsprints, dann liessen die Fahrer die Beine wirbeln.
Im kleinen Finale traten Lutz Weber (links) und David Graf im Kampf um Rang Drei an.

Im Halbfinale konnte sich Rinderknecht mit einer halben Sekunde Vorsprung gegen Lutz Weber durchsetzen. Im zweiten Halbfinale trat David Graf sieben Wochen nach der Schulteroperation gegen Michal Prokop an. Der Tscheche liess Graf aber keine Chance und fuhr gleich schnell wie Rinderknecht in der Qualifikation. Das kleine Finale konnte Lutz Weber gegen David Graf gewinnen.

Im Finale traten Michal Prokop und Roger Rinderknecht in die Pedale,
als ob es kein morgen gäbe und es um ihr Leben ginge. Übersäuerungs-Alarm! 

Nur ein Rennen trennte damit das Publikum und die Fahrer noch von der Party, und was für eines: Die beiden BMX- und 4Cross-Cracks schenkten sich nichts und liessen die Beine wirbeln, bis die Rollen glühten. „Ich konnte mir vom Start weg einen kleinen Vorsprung sichern und den dann bis ins Ziel verwalten. Aber dazu musste ich alles geben“, meinte Rinderknecht nach dem Finale, in dem er nochmals so schnell wie in der Qualifikation war, während Prokop eine halbe Sekunde länger brauchte.

Geschafft: Roger Rinderknecht hat das Goldsprint-Finale für sich entschieden und wird
Minuten später gleich zweimal als Sieger aufs höchste Treppchen gerufen. 

Kurz nach Mitternacht wurden die Besten der beiden Rennen geehrt, ehe die DJs für die nächsten drei Stunden das Zepter übernahmen. Gegen vier Uhr war die Sause dann zu Ende, und auch die ausdauerndsten Partygänger verliessen die Gärtnerei Kiener. Dass Herr Gracia zu dieser Spezies gehörte, dürfte kaum überraschen.

Herr Gracia und Schnupftabak – diese Kombination kann zu Grimassen führen. 

Dem Organisationsteam um Adrian Kiener gebührt ein dickes Lob: Der Zeitplan wurde bis zum Schluss eingehalten, und die Fahrer genossen den Abend genauso wie das zahlreich erschienene Publikum. Wer nicht beim „Bergamont Greenhouse Urban Mountainbike Race“ war, hat definitiv etwas verpasst.

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PS: Alle Bilder dieses Beitrages wurden mit einer Kompakt-Kamera geschossen. Gestochen scharfe Bilder von der grossen Sause folgen in den kommenden Tagen.

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