Pilgrim wirbelt sich zum Sieg am Swatch Rocket Air


Die vierte Ausgabe des Swatch Rocket Air in der Thuner Eishalle bot wieder einmal Action auf aller höchstem Niveau. Dauerfavorit Sam Pilgrim sicherte sich bereits zum Zweiten Mal die begehrte Trophäe und wichtige Punkte in der FMB Gesamtwertung. Vorjahressieger Martin Söderström beendete den Contest auf Rang 2, vor dem Kanadier Brett Rheeder.

Im Städtchen Thun im Berner Oberland wird der Start der Bikesaison traditionell mit dem Rocket Air Slopestyle eröffnet. Sobald in der Eishalle der letzte Quadratmeter Eis geschmolzen ist, heisst für die rund 200 Helfer über 2000 Paletten aufeinander zu stapeln, um damit die Grundlage für einen Event der Extraklasse zu schaffen. Dank der grossen Unterstützung des neuen Hauptsponsors Swatch, gelang es der Flying Metal Crew ihre Vision eines perfekten Slopestyles noch besser umzusetzen, als in den letzten Jahren.
Der Swatch Rocket Air Slopestyle konnte in seiner dritten Auflage wieder mit einigen Neuerung überraschen, sowohl der Contest Modus wurde mit dem Team Battle am Freitag um eine Attraktion bereichert und auch der Slopestyle Parcours wurde nach zwei Jahren einem gelungenen Refresh unterzogen, indem weitere abwechslungsreiche Elemente wie z.B. ein Step-Up Step-Down über eine Baumaschine hinzugefügt wurden.

Swatch Rocket Air steigt in neue Sphären auf!


Ein gelunger Einstieg in das Slopestyle Wochenende bildete der neu kreierte Team Battle Modus „Swatch Rapid Fire“. Die Fahrer eines Landes bildeten jeweils ein Team, in welchem das Parcours gemeinsam durchfahren wurde. Die Organisatoren gaben den Fahrern hier die Möglichkeiten ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Was für die Zuschauer ein wahrer Augenschmaus war, gab den jungen Slopestyle Talenten die Möglichkeit, frei vom FMB Wettkampfdruck ihre Kreativität freien Lauf zu lassen. Viele Teams haben dabei kleine Choreographien einstudiert und sogar einige Sprünge synchron gesprungen!
Gewonnen wurde das Swatch Rapid Fire vom Team Scandinavia vor dem Team UK. 

Das Video vom Swatch Rapid Fire ist ein absoultes Muss! 

Der Contest
Der attraktive Parcours lockte praktisch die gesamt europäische Slopestyle Elite, sowie einige namhafte Exponenten aus Nordarmerika, nach Thun. Da lediglich 15 Fahrer bereits für den Final vorqualifiziert werden, musste bereits in den Qualifikationsläufen die besten Tricks und höchsten Airs gezeigt werden, um überhaupt ein Chance auf eine Finalteilnahme zu haben.
Opfer dieser enorm harten Qualifikation wurden leider auch sämtliche Fahrer aus der Schweizer Szene. Jonas Turin scheiterte als 11ter bereits sehr knapp in der Vorqualifikation. Für Lokalmatador und Course Designer Ramon Hunziker kam das Aus in der Qualifkation, die er als 25ter beendete und war daher im Finale nur noch mit der Schaufel zu sehen, anstelle des Bikes.

Söderström vs. Pilgrim
Beinahe als traditionell könnte man auch das Duel zwischen Sam Pilgrim (UK) und Martin Söderström (SWE) bezeichnen, denn auch dieses Jahr wurde der Sieg unter diesen beiden Fahrern ausgemacht.
 
Während Söderström vor allem auf seine zahlreichen Tailwhip Kombos setzte und nach einem nahezu perfekten ersten Run in der Quarter noch stürzte, behielt Sam Pilgrim die Nerven und zeigte einen soliden und abwechslungsreichen ersten Run. Der Drittplatzierte Brett Rheeder stürzte schon früh und beendete den ersten Durchgang als Letzter.
Martin Söderström konnte im zweiten Run doch noch einen perfekten Lauf durchbringen, erreichte die Punktzahl von Sam Pilgrim aber nicht. Obwohl an dieser Stelle für Sam Pilgrim der Sieg schon so gut wie sicher war, zeigte sich hier weshalb Sam Pilgrim, nebst Ramon Hunziker, auch diese Jahr der absolute Publikumsliebling war am Swatch Rocket Air! Frei von Druck zeigte er einen bombastischen Run, welchen das Eisstadion endgültig zum kochen brachte! Nach einem Backflip No Hander am ersten Step Down, ging es weiter mit einem sauberen Superflip. Als einziger Fahrer zeigte er beim Step Up einen 540, welchen er dank einer weiteren 180 Grad Drehung nach der Landung sauber ausfahren konnte. Pilgrim war dies noch nicht genug und nach einer kurzen Pause setzte er zum zweiten Teil seines Trickfeuerwerks an, welches von einem 720 im Hip Jump gekrönt wurde. Brett Rheeder, welche letzte Woche den Vienna Air King gewann, blieb trotz eines sauberen Runs nur noch Platz 3.
  

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