Enduro Worldseries Punta Ala

Am vergangen Wochenende fand das erste Enduro Worldseries Rennen im Rahmen des Superenduro in Punta Ala, Italien statt. Zum Auftakt der Serie fand sich ein bunt gemischtes und sehr hochkarätiges Teilnehmerfeld in der Toskana ein. Am meisten Überzeugen konnten am Schluss Fabien Barel und Tracy Mosley. Die besten Schweizer Klassierungen konnten sich Ludovic May als 14. und Lorraine Truong als 8. sichern.

Jeder blickt an diesem Wochenende gespannt auf die Teilnehmerlisten beim Auftaktrennen zur Worldseries. Noch nie gab es so ein direktes Kräftemessen zwischen den verschiedenen Gravity Disziplinen. Von Downhillstars zu Enduroüberfliegern und ehemaligen 4X Weltmeistern, niemand wollte sich dieses Spektakel entgehen lassen.

Die meisten Top Fahrer fanden sich schon rund eine Woche vor dem eigentlichen Rennen in Punta Ala ein um auf den technischen Trails trainieren zu können. Wer schnell genug war sich einen Shuttle zu reservieren oder selber zu organisieren hatte Glück, auf den Stages 1,2 und 3 konnte nämlich mit einem geländetauglichen Fahrzeug geshuttelt werden. Genau auf diesen langen Trails war es auch am einfachsten möglich Zeit auf die Konkurrenten gut zu machen. Die Stages 4 und 5 waren etwas weniger technisch und kürzer und somit auch schwieriger um Zeit, in den bereits gefahren Stages der ersten Rennhälte, gut zu machen. Wegen schlechten Wettervorhersagen wurde Stage 2 kurzfristig noch aus dem Rennen gestrichen, böse war darüber bestimmt niemand, das Rennen dauerte am Sonntag auch so noch fast 6 Stunden auf über 50km und rund 1400Höhenmeter.

Am Samstag Abend startete das Rennen mit einem gelungenen Prolog in dem malerischen Ort Castiglione della Pescaia. Dieser führte auf rund 45Sekunden über zahlreiche Treppen und schmale Gässchen hinunter ins Ziel. Auf der ganzen Strecke verteilten sich trotz einsetzendem Regen zahlreiche Zuschauer. Pflasterstein und Regen machte den an sich einfachen Kurs zu einer wahren Rutschpartie. Den Prolog gewinnen konnte Überraschenderweise der junge Franzose Aley Cure.

Am Sonntagmorgen in der Früh gingen die ersten Fahrer auf den Kurs. Zu sehen gab es Raceaction vom feinsten. Eine Anekdote die es so wahrscheinlich noch nie gegeben hat ist folgende; Greg Minaar wurde auf der dritten Stage von niemandem geringeren als Fabian Barel überholt, Minaar versuchte danach am Hinterrad zu bleiben, scheiterte aber. Dies bei 30 Sekunden Startintervallen, Spannung Pur! Am Schluss konnte Fabian Barel auf der Stage 3 soviel Zeit gut machen, das Jerôme Clementz diese auf den folgenden Stages nicht mehr gut machen konnte und zweiter wurde. Den dritten Rang belegte der Australier Jared Graves. Ludovic May zeigte mit seinem 14. Platz seine Klasse und man darf gespannt sein ob es ihm gelingt die Top Ten zu knacken. Die weiteren Schweizer Top Fahrer belegten die Plätze 29. Florian Golay, 39. Lukas Anrig und 59. Michael Schärer.

Ludo May auf dem Weg zum 14. Rang

Bei den Frauen musste Top Favoritin Anne Caro Chausson nach einem harten Crash und einigen gebrochenen Rippen auf der Stage 3 Forfait geben. Somit war die Bahn frei für Tracy Mosley sich den ersten Sieg in der Enduro Worldseries zu sichern. Mit einem Abstand von fast einer Minute klassierte sich Emmeline Ragot auf dem zweiten und Cecile Ravanel auf dem dritten Rang. Die Schweizer Girls konnten sich in dem Internationalen Fahrerfeld ebenso behaupten und klassierten sich auf den Rängen 8. Lorraine Truong, 9. Anita Gehrig und 15. Caro Gehrig.

 

Das nächste Rennen der Enduro Worldseries findet in Val d'Allos, Frankreich am 29.-30. Juni statt. 

zp8497586rq

Es können keine Kommentare zu diesem Beitrag abgegeben werden.