Fabien Barel und Anneke Beerten sind die Sieger von Riva, zweimal Wildhaber in den Top Ten

Erstmals gastierte die Specialized-SRAM Enduro Series beim Bike Festival in Riva del Garda und wie zu erwarten war fand sich ein absolut hochkarätiges Fahrerfeld für diesen zweiten Stopp nach dem letztwöchigen Auftakt ein. Die Schweizer Fahrer können sich im Top Fahrerfeld behaupten.

Das erste Mai Wochenende ist alljährlich reserviert für eines der großen Ereignisse der Radbranche. Bereits zum 20. Mal jährte sich das Bike Festival am Gardasee und damit war es der perfekte Zeitpunkt für einen erstmaligen Halt der Specialized-SRAM Enduro Series. Etwa 280 Fahrer aus 12 Nationen gingen an den Start der 31 Kilometer langen und 1600 Höhenmeter umfassenden Runde. Zu absolvieren waren 6 Wertungsprüfungen, die natürlich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten allerhöchsten Anspruch verkörperten. Allgemein bekannt ist, dass in Riva der Untergrund hauptsächlich steinig und felsig ist und zusätzlich generell eher steile Trails existieren. So spiegelte auch die Endurostrecke das typische Terrain wieder und verlangte den Teilnehmern allumfassende Höchstleistungen ab. 

Nachdem am Freitag das Training auf den Trails am Monte Altissimo anstand, ging es ab 16.00 Uhr beim Prolog auf dem Action Areal beim Festivalgelände zur Sache. Ein extra aufgeschütteter Parcours wurde im Einzelstart absolviert und somit sollte den vielen Zuschauern zumindest eine kleine Vorstellung des Enduroteilnehmerfeldes geliefert werden. Sichtlich entspannt und trotzdem mit der nötigen Portion Wettbewerb gingen die Fahrer an diese erste Wertungsprüfung ran. Bei den Frauen konnte sich souverän Anneke Beerten (NED – Specialized Factory Racing), die Gewinnerin des Auftaktrennens in Treuchtlingen durchsetzen. Schnellster der Klasse Men war am Ende Dan Atherton (GBR – GT Factory Racing) mit einer Zeit von 1:01.287 min.

Am Samstag stand dann das Rennen an. Vom Area Busatte oberhalb von Torbole wurde ab 9.00 Uhr in Gruppen gestartet. Als erstes gingen die Top Fahrer auf den Kurs, gefolgt von den Women, dann den Masters und zum Schluss den Restlichen der Kategorie Men. Zuerst musste der anstrengende Uphill zur Stage 1 bewältigt werden, den man wohl eher kräfteschonend anzugehen hatte. Nach der ersten Wertungsprüfung ging es dann zum legendären 601er und dann immer wieder anspruchsvolle Trails runter und kräftezehrende Verbindungsetappen wieder hoch. Von vornherein war klar, dass dieses Rennen die oberste Grenze des Anspruchs an die Strecken der Serie darstellen würde und somit gelangten einige Fahrer absolut an ihre Grenzen. Anderen kam dieser Anspruch natürlich entgegen und damit steht fest, am Ende der sieben Rennen wird in der Gesamtwertung der Fahrer ganz oben stehen, der über die umfassendsten Fähigkeiten und das notwendige Anpassungsvermögen verfügt.

Kurz nach um eins kam Manuel Ducchi (ITA – Life Cycle) als erster Fahrer ins Ziel. Er brauchte etwa vier Stunden und zehn Minuten, hatte allerdings einen technischen Defekt. Seine Gesamtzeit der Wertungsprüfungen war mit 19:15.46 Minuten eine erste Richtzeit. Als Zweiter überquerte der Masters Fahrer Christian Schleker (GER – Freeride Magazin) die Ziellinie und legte mit dreieinhalb Stunden eine wirklich schnelle Gesamtrundenzeit hin. In der nächsten ankommenden Gruppe war unter anderem Jerome Clementz (FRA – Cannondale Overmountain), der mit 15:34.50 min in Führung ging und schon mal einige große Namen wie Ben Cruz (USA – Cannondale Overmountain), Ludovic May (SUI – Norco Enduro World Team) und Duncan Riffle (USA – SRAM) hinter sich ließ. Kurz danach kam Nicolas Lau (FRA – Cube Action Team) und schrammte mit 8 Sekunden Rückstand knapp an der Zeit seines Landsmanns vorbei. Ein weiterer Favorit war sicherlich Dan Atherton, aber auch er hatte bereits auf Clementz etwa 30 Sekunden Rückstand. So war es eigentlich nur noch Fabien Barel (FRA – Canyon Factory Team), dem alle den Sieg zugetraut haben. Einige Zeit später erreichte dann auch er das Zielgelände und nach dem Auslesen des Transponders stand fest: Barel war der Sieger des zweiten Stopps der Serie.

Die erste Frau im Ziel war Anneke Beerten mit 20:09.13 min und sie musste noch sehr lange hoffen, dass ihre Zeit überdauern würde. Als Erste konnte ihr Antje Kramer (GER – Giant Axo) ziemlich nahe kommen, aber trotzdem lagen noch mehr als anderthalb Minuten zwischen ihnen. Ihre größte Konkurrentin war auch hier wieder Ines Thoma (GER – Canyon Factory Team), jedoch reichte ihre Zeit nicht und somit musste sie sich mit einem Rückstand von 1:01 Minuten mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Mit einem siebten Platz konnte Gusti Wildhaber bei seinem ersten Rennen der Saison eindrücklich beweisen, das man von ihm mit Platzierungen in den vorderen Rängen rechnen kann. Sein Namensvetter und Idol Rene Wildhaber klassiert sich auf dem neunten Platz. Das Norco Enduro World Team mit Ludovic May, Lukas Anrig und Michael Schärer konnte sich mit soliden Leistungen aller Fahrer einen dritten Platz in der Teamwertung einfahren. Harte Konkurrenz auch in der Damenklasse; Anita Gehrig beendet das Rennen auf dem guten fünften Platz, Lorraine Truong folgt auf dem sechsten.

 Resultate

Weiter geht es nun mit dem dritten Rennen der Specialized Sram Enduro Series am Samerberg in Deutschland am 25./26. Mai.

Es können keine Kommentare zu diesem Beitrag abgegeben werden.