Megavalanche Alpe d’Huez – Lukas Anrig auf dem sensationellen vierten Platz

Alpe d`Huez Podium

Enduroüberflieger Jerôme Clementz gewinnt das Megavalanche in Alpe d'Huez vor Remy Absalon und Dan Atherton. Anne-Caroline Chausson unschlagbare Seriensiegerin bei den Frauen, Pauline Dieffenthaler wird zweite gefolgt von der schnellen Schweizerin Alba Wunderlin. 

Der beste Schweizer am diesjährigen Megavalanche hiess dieses Jahr ausnahmsweise nicht René Wildhaber. Dieser hat sich nämlich, nach seinen unzähligen Siegen am prestigeträchtigen Rennen, entschieden dort nicht mehr teilzunehmen. Dass die Schweiz aber trotzdem Wildhabers Absenz in den Spitzenränge mitmischen kann beweist Lukas Anrig vom Norco Enduro World Team eindrücklich. Sein Teamkollege Michael  beendet das Rennen auf dem elften Rang. Etwas weniger Rennglück hatte Ludo May, in der Quali hatte der Romand die zweitschnellste Zeit und rechnete sich Chancen auf das Podium aus. Ein Platten kurz nach dem Gletscher verhinderten dies jedoch.  

Bei den Frauen konnte Alba Wunderlin ein konstantes Rennen fahren und sicherte sich somit ihren dritten Platz. Lorraine Truong ist zurück in Form und bekräftigt dies mit einem super sechsten Rang. 

Alpe d'Huez Lukas Anrig

Die  Schweizer Top Fahrer im Überblick:

4. Lukas Anrig

11. Michael Schärer

13. Marco Arnold

14. Florian Golay

17. Mirco Widmer

Damen:

3. Alba Wunderlin

6. Lorraine Truong

Alle Resultate gibts hier.

Lukas Anrig erzählt euch hier in seinem Bericht wie es zu seinem Erfolg kam:

Das legendäre Magavalanche auf der Alpe d`Huez, welches auf dem Gletscher am Pic Blanc auf 3300m ü.M. bis ins 2600m tiefergelegene Tal führte, war das dritte Rennen in Folge welches ich in Frankreich absolvierte.

Da ich vergangenes Wochenende nicht vollständig fit war und warscheinlich eines meiner schlechtesten Rennen überhaupt fuhr, überlegte ich mir, ob ich am Megavalanche überhaupt starten oder doch lieber frühzeitig nachhause fahren sollte, um mich besser auf die bevorstehenden Rennen in den USA und Kanada vorzubereiten. Mitte der Woche fühlte ich mich jedoch wieder besser und so entschied ich mich, am Freitag die Qualifikation anzutreten.

Im Qualifikationslauf, welcher in 15 Startblöcke à ca.100 Fahrer unterteilt war, qualifizierten sich die schnellsten 300 für das Hauptrennen, den Megavalanche, am Sonntag. Die Restlichen, über 1000 Fahrer, starteten bereits am Samstag. Ich erwischte einen guten Start und konnte mich nach der Hälfte des Rennens in Führung setzen. Als ich bereits einen Vorsprung von 200-300 Meter auf die Verfolger herausgefahren hatte, erlitt ich einen Durchschlag am Hinterrad, wobei ich Luft verlor. Da ich schlauchlos fahre und eine Dichtflüssigkeit in den Reifen habe, konnte ich glücklicherweise mit weniger Luft weiterfahren. In den Kurven musste ich jedoch aufpassen, dass ich nicht den Reifen ab den Felgen zog. So wurde ich dann auch noch eingeholt und beendete die Quali in meinem Block auf Rang 2. Damit hatte ich mir einen Startplatz in der ersten Linie (Linie A) für den Sonntag gesichert.

Um fünf Uhr früh klingelte der Wecker, etwas frühstücken und dann ab auf den Gletscher, wo um 9 Uhr das Rennen startete. Ich hatte einen verhaltenen Start, nicht ganz optimal, doch ich konnte den Gletscher, auf dem ich einen Topspeed von 99.8 km/h erreichte, ohne Sturz bewältigen und war zwischen Rang 10 und 15. Danach fand ich von Anfang an einen guten Rhytmus und konnte mein Rennen fahren. Ich überholte fortlaufen einen Fahrer nach dem anderen. In der Hälfte des Rennens, als wir beim Dorf Alpe d`Huez vorbeifuhren, wo der grösste Gegenanstieg auf die Fahrer wartete, war ich auf Rang 6, gefolgt von Nicolas Lau. Zusammen überholten wir den auf Rang fünf liegenden Fahrer und kamen bis zu 50m an den Viertplatzierten heran, welchen wir später in der Abfahrt einholten. Eine Zeit lang waren wir eine 3er-Gruppe, Rang vier bis sechs. Mein Ziel war es, in die Top 5 zu fahren. In einem kurzen Gegenanstieg attackierte ich und konnte als Erster in die Abfahrt. Damit konnte ich mich leicht von den anderen beiden Konkurrenten absetzen und den vierten Platz ins Ziel bringen.

Mit dem Resultat, aber auch mit dem ganzen Rennverlauf und meiner Leistung, bin ich sehr zufrieden. Gerade auch deshalb, weil der bisherige Saisonverlauf nicht ganz nach meinen Vorstellungen lief. Nun werde ich einige Tage zuhause sein und bereits am Sonntag geht es dann weiter nach USA und Kanada, wo weitere Austragungen der Enduro World Series statt finden.

https://www.facebook.com/NorcoEnduroWorldTeam

Vielen Dank an Christian Egelmair und das Norco Enduro World Team für die super Bildgalerie.

http://www.egelmair.ch/

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