Enduro World Series Val d'Isère – Jerôme Clementz steht als Gesamtsieger der Worldseries 2013 fest

Michael Schärer // Foto by Philipp Ruopp

Nach den Rennen in den USA und Canada stand der sechste Lauf der Enduro Worldseries im bekannten Skiort Val d'Isère in Frankreich an. Die zahlreichen Teilnehmer wurden von kalten Temperaturen, Regen, Schnee und Nebel und einigen Organisatorischen Pannen heimgesucht. Jerôme Clementz kann das Kopf an Kopf Rennen gegen Jared Graves und Fabien Barel für sich entscheiden und gewinnt somit den erstmalig vergebenen Titel des Enduro World Champion! Anne Caroline Chausson ist nach ihrer Verletzung zurück in Form und gewinnt das Rennen der Damen vor Tracy Moseley und Cécile Ravanel. Overall die drittschnellste Zeit fährt der erst 16 jährige Belgier Martin Maes, der aber nicht aufs Elite Podium Steigen darf, da er noch in der Junioren Kategorie fährt.

Fotos by Philipp Ruopp

Foto by Philipp Ruopp

Gestartet wurde am Samstag in der Früh mit einem Hike a bike auf den Olympia Skihang „Face de Bellevarde“ auf 2800m, von da aus ging es auf die Stage 1. Wie bei den Französichen Rennen üblich war auch in Val d'Isère das Training auf einen einzigen Trainingslauf vor dem Rennlauf beschränkt. Im zweiten Lauf und dritten Lauf wurde die Zeit gewertet. Bevor es mit dem Training zur zweiten Stage losgehen konnte, mussten die Fahrer wegen Nebel erstmal auf dem Gipfel ausharren und warten bis sich die Bedingungen etwas verbessern konnten. Rund zwei Stunden später als geplant, konnten die ersten Fahrer auf die Strecke. Der pünktliche Rennstart wurde aber wiederum von einem starken Gewitter verhindert und die Fahrer durften diesesmal im Tal auf das Startzeichen warten. Die heftigen Regenfälle verwandelten die Strecke mit ihren vielen Wiesenpassagen zu einer wahrhaftigen Rutschpartie.

Ludo May // Foto by Philipp Ruopp

Ludo May Norco Enduro World Team  // Foto by Philipp Ruopp

Als sich das Wetter und die Sichtverhältnisse etwas verbesserten,  wurden die ersten Top Fahrer auf die Strecke geschickt. Für die ersten 50 Teilnehmer hielt das Wetter ganz gut, danach verschlechterte sich die Sicht zuhnehmends. Bis zum Start der Frauen, konnte man stellenweise kaum noch 10m weit sehen. Die Rennveranstalter hielten es allerdings nicht für notwendig das Rennen zu unterbrechen und somit gingen zahlreiche Fahrer und vorallem -innen auf dem Weg zum Ziel verloren. Ines Thoma und Anneke Beerten überquerten die Zielline dieser Stage am Ende nicht, da sie wie viele andere Frauen auch, davon ausgingen das diese Stage unter diesen Bedingungen mit Sicherheit nicht in die Wertung kommt. Weit gefehlt! Obwohl jeder einfach irgendwo runter gefahren ist, abenteuerliche Wege einschlug bis zum Ziel, floss diese Stage in die Overallwertung mit ein. Auf eine Stellungnahme oder Entschuldigung der zuständigen Personen konnte vergeblich gewartet werden. Von einer „World Series“ dürfte in dieser Hinsicht auf jeden Fall  mehr erwartet werden. 

Foto by Philipp Ruopp

Ludo May, Norco Enduro World Team // Foto by Philipp Ruopp

Nichts desto trotz konnten die Schweizer einige gute Resultate für sich sprechen lassen. René Wildhaber entschied sich trotz Teilnahme am Etappenrennen Trans-Savoie die Woche zuvor am Rennen in Val d'Isère an den Start zu gehen. Mit 6 Renntagen in den Knochen und einem Sieg  in der Tasche reiste er zusammen mit dem zweitklassierten Armin Beeli mitten in der Nacht an. Das erste Training am Morgen musste zwecks Startnummernbeschaffung und Schlafmanko ausgelassen werden. Für Wildhaber der zudem noch mit einer gebrochenen Rippe zu kömpfen hatte, war das aber kein Problem und er zeigte wie gewohnt, dass mit ihm jederzeit in den vorderen Rängen zu rechnen ist und beendete das Rennen auf einem siebten Platz. Ludovic May folgte auf dem 12. Platz sowie BMC Fahrer Florian Golay auf dem 17. und Michael Schärer auf dem 18. Platz.

René Wildhaber // Foto by Philipp Ruopp

René Wildhaber // Foto by Philipp Ruopp

Anita Gehrig

Anita Gehrig auf dem Weg zum 9. Platz

Train den Berg hinunter // Foto by Philipp Ruopp

Train den Berg hinunter // Foto by Philipp Ruopp

Lukas Anrig, der in Whistler den 9.Rang belegte ging mit grossen Zielen an den Start, vergab diese aber schon im ersten Lauf mit einem Sturz und zerstörten Laufrädern, welche die Fortsetzung des Rennens nicht mehr zuliessen. Dies hiess zusätzlich das, das schweizer Herren Team der Enduro des Nations um René Wildhaber, Ludo May und Lukas Anrig aus der Wertung gestrichen waren. Das schweizer Damen Team bestehend aus Lorraine Truong und den Zwillingen Anita und Caro Gehrig mussten es also richten und klassierten sich souverän auf dem dritten Rang nach den Französinnen und den Engländerinnen. Lorraine Truong klassierte sich im individual Ranking auf dem super sechsten Platz, Anita Gehrig hatte „Sichtprobleme“ zu beklagen und belegte den neunten Platz. 

Ladies Podium Enduro des Nations

Ladies Podium Enduro des Nations

Resultate Damen

Resultate Herren

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