Bin dann mal im Wallis

Schon seit gut einer Woche hat hier die Bike Saison definitiv wieder begonnen. Eingeläutet wurde sie mit dem Glacier Bike DH in Saas Fee, wo ich mit viel Glück einen Sieg feiern konnte. Glück daher, weil ich um ein Haar auf eine falsche Piste abgebogen wäre und noch in letzter Sekunde wechseln konnte. Allerdings stand ich danach so gut wie still (genau vor dem flachsten Teilstück) und durfte noch einmal ordentlich in die Pedale treten um wieder aufzuholen. Ein umso schöneres Gefühl, nach der fünften Teilnahme einmal ganz oben zu stehen. Nachdem ich 2009 als Rookie mit Platz 9 schon sehr zufrieden sein konnte, hatte ich die folgenden Jahre darauf, immer in guter Position liegend, Abgänge in den Tiefschnee zu verzeichnen und damit Positionierungen um Rang 30-50. Zwar macht es extrem Spass gerade in den technischen Passagen wirklich Vollgas zu geben und das Maximum rauszuholen, aber der Grat zum Sturz ist dort extrem schmal und den Rat den mir viele mitgegeben haben „dort kannst du das Rennen nur verlieren“ hab ich mir mal zu Herzen genommen.

Ohne diese Routine vorne mitfahren ist aber sicher schwierig. Ich konnte jedes Jahr viel dazu lernen, sei es die Abstimmung des Bike oder der Kleider. Aber auch die Taktik ist an diesem Rennen entscheidend, auch wenn man sich im Rennmodus kaum mehr zurückhalten kann, gewinnt schlussendlich nur der, wer dossiert und Sturzfrei die Strecke meistert. Gerade die Führungsposition in diesem Rennen hat sich schon für manchen als Fluch erwiesen. Ohne einen Mann voraus ist es extrem schwierig einzuschätzen wie schnell man nun wirklich in die technischen Passagen reinfahren kann. Die Schneeverhältnisse wechseln täglich und die Geschwindigkeit im Schnee abzuschätzen ist auch nicht gerade einfach. Die Gegner sind dabei immer im Nacken und sie wissen: Wenns der Fahrer vor ihnen es geschafft hat auf der Piste zu bleiben, dann lässt sich die Linie auch noch mit ein paar Kilometer mehr auf dem Tacho durchziehen und am Schluss mit etwas Glück noch aus dem Windschatten überholen.

Hier noch mein editiertes Video vom Rennen:

Seither bin ich nun aber praktisch täglich auf den zahlreichen Trails unterwegs und möchte diese Saison wieder regelmässiger über meine Bike Erlebnisse berichten!

Die Gegend bietet nämlich schon jetzt zahlreiche Möglichkeiten ohne allzu viel Anstrengung massenhaft Höhenmeter bergab zu machen ist meiner Meinung der Mountainbike Hot Spot in der Schweiz!

Die Nordhänge sind zwar noch schneebedeckt, dafür lädt der äusserst sonnenverwöhnte und eher ruppige und felsige Südhang zum Fahren ein.  Aber gerade im Frühling ist das einer der coolsten Momente, wenn man oben noch die majestätisch verschneiten Gipfel sieht und unten bereits schwitzend im T-Shirt die Trails runterfährt.

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