Jones und Kiener siegen

Superman Flip und Sieg im Dirtjump: Matt Jones (UK) im Schanzengraben.

Die Organisatoren der Bike Days hatten den Wetterbericht gut studiert und richtig entschieden. Denn kurz nach dem Dirtjump-Finale prasselte das Wasser auf das Festival-Gelände in Solothurn. Kurz zuvor hatten sich auf dem Step-Down, den zwei Sprüngen und der Quarterpipe Thomas Zejda und Matt Jones (Bild) einen spannenden Fight geliefert.

Der Engländer hing die Latte gleich im ersten Run hoch: Er legte unter anderem mit einem 360 Tuck No Hander Barspin vor. Zejda konnte das nicht mehr toppen. Und da bei teils starken Windböen kein anderer Fahrer einen spektakuläreren Run sauber zusammensetzen konnte, stand Jones am Schluss zuoberst auf dem Podest.

Ein kleines Video vom Double Backflip gibts hier:

 

Pilgrim fehlte

«Es ist der Wahnsinn, ich hatte das gar nicht erwartet, denn gestern hatte ich noch einen üblen Crash. Heute hat alles perfekt geklappt und es war eine super Stimmung mit der Bike-Crowd», liess sich der zufriedene Jones zitieren. Zweiter wurde der Tscheche Zejda und auf dem dritten Platz landete Testa Torquato aus Italien. Bester Schweizer war der 21-jährige Jonas Turin aus Ecublens (VD) auf Platz 6.

Glücklicherweise führte der Wind nicht zu Stürzen mit Verletzungen. Leider war das Starterfeld in diesem Jahr nicht mehr ganz so hochkarätig wie bei den vergangenen Ausgaben. Das hängt wohl auch damit zuammen, dass die Profis der FMB World Tour nicht mehr von den Punkten der Bronze-Events wie den Bike Days profitieren. 2013 konnte Sam Pilgrim mit dem Sieg in Solothurn sein Punktekonto verbessern und Ende Jahr den Gesamtsieg holen. In diesem Jahr war er gar nicht mehr dabei. Wer FMB World Champion werden will, muss an den Diamond Events reussieren. Für das World Ranking gibts nur noch an Silber-Events aufwärts Punkte.

Hat das Pumptrack-Race organisiert und gleich auch gewonnen: Adrian Kiener (BE).

Hat das Pumptrack-Race organisiert und gleich auch gewonnen: Adrian Kiener (BE). Bild: Bike Days

Es ist zu hoffen, dass trotz dieser Entwicklung auch im nächsten Jahr ein hochstehender Jump-Contest stattfindet. Denn die Organisatoren arbeiten stetig an Verbesserungen. So war der Parcours in diesem Jahr von der Flying Metal Crew komplett mit Erdlandungen gebaut worden. Und zwischen den Features hatte es mehr Platz. Das war eine deutliche Verbesserung für die Fahrer. Neu war auch der Teambattle am Samstag. Die Fahrer sprangen in patriotischer Verkleidung über die Jumpline – und am Ende waren die Schweizer die Sieger, gefolgt von den Italienern.

Sauber über die Wellen

Beim Pumptrack-Race zeigte Altmeister Adrian Kiener, wie man ein solches Rennen gewinnt: Mit sauberem Fahrstil. Denn der Parcours mit vier 90-Grad-Kurven und Wellen dazwischen mag zwar einfach ausschauen, doch im Renntempo gefahren hat er seine Tücken.

Mit knapp 24’000 Zuschauern haben die Bike Days abermals eine Besucherrekord zu verzeichnen. Als Treffpunkt der verschiedensten Szenen hat sich das Velofestival etabliert. Es bleibt zu hoffen, dass diese positiven Entwicklungen weiter vorangetrieben werden und in einem Jahr ein weiteres erfolgreiches Kapitel geschrieben werden kann. Die nächsten Bike Days finden vom 8. bis 10. Mai 2015 statt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>