Rämpu @ Red Bull Rampage – Das Finale

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Nachdem der Finaltag verschoben wurde, gings so richtig ab am Montag. Für Ramon Hunziker lief’s leider nicht so wie geplant. Andy Halter berichtet aus Utah.

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Sonntag – 1 Tag bis zum Final

yeah, perfekter Tag für den letzten Feinschliff an Ramon’s Line. Die Erde ist immer noch nass vom verregneten Samstag. Am Morgen wird nochmals geshapet und geklopft was nur geht.

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Am Abend vorher haben wir erfahren, dass das Finale verschoben wird. Pech für Kilian Meili und Domi Bitschnau, welche den Flug nicht mehr verschieben konnten. Nach einer ganzen Woche harter Arbeit verpassen sie das Final. Trotzdem unterstützen sie uns noch am Sonntag Morgen bis es dann zum Flughafen ging. Merci Jungs!

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Am Nachmittag ist dann alles ready und die Sprünge werden getestet. Endlich funktioniert auch das Canyon Gap. Die Hip perfekt gesprungen klappt es nun mit dem Speed. Die ganze „Klopferei“ war also nicht für nichts!

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Nun steht nur noch der GoPro Step Down an. Der erste Versuch bringt allerdings einen verbogenen Lenker als Resultat. S***, Ramon überfliegt den Sprung um etwa 4m. Bis Ramon’s Bike mit einem neuen Lenker ausgestattet ist, dunkelt es schon ein und für einen zweiten Versuch reicht’s damit nicht mehr. Morgen muss es dann halt gleich klappen.

Montag – Das Finale

8:00 Gelände öffnet, 9:00 Frühstück und Ridersmeeting, 10:00 Final. Für Ramon und mich hiess das früh aufstehen und wenn möglich nochmals ein paar Sprünge testen. Für viel reicht es dann nicht mehr. Ramon startet als erster. Ihm ist das ganz Recht, im letzten Jahr, als zweitletzter startend musste er sich ganze 2 Stunden am Start gedulden.

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Ihm oberen Teil fährt er gut und sicher. Alles klappt. Bis zum GoPro Step-Down. Wie schon im Training überfliegt er es, landet zu weit und kommt ab vom Kurs. „Schon im Flug wusste ich, ich bin zu schnell. Ich dachte nur noch, einfach den Lenker halten. Als ich nach dem Aufprall wieder nach oben schauen konnte war ich schon weg vom Kurs.“

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Naja, es bleibt ja noch ein zweiter Versuch…

Die anderen 19 Fahrer nach Ramon geben alles. Unglaublich wie das Level im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen ist. Ein Backflip über’s Canyon Gap reicht Szymon Godziek gerade noch für den 11. Platz. Das hohe Level bleibt aber nicht ohne Verluste. Einige Fahrer gehen hart zu Boden, was dann auch längere Wartezeiten mit sich trägt. Im Livestream wird das dann rausgeschnitten. Bei Louis Reboul’s Sturz am Canyon Gap ging’s in etwa eine halbe Stunde bis der Contest fortgeführt werden konnte. Gebrochen hat er sich glücklicherweise nichts. Ich hoffe unterdessen das beste für Ramon’s zweiten Run.

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Zweiter Run, nun entscheidet sich alles. Diesmal klappt alles bis nach dem GoPro Step-Down. Dann stürzt Ramon beim Canyon Gap. Zu kurz. Er versucht noch alles auf dem Bike zu bleiben, doch der Speed reicht nicht. Die Enttäuschung ist riesig!

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Anders als in der Qualifikation brachten im Finale der grosse Teil der Rider ihre Lines (mindestens einmal) ins Ziel. Allen vorneweg Andreu Lacondeguy zeigt was ihn ihm steckt. Senkrechter als seine Linie kann man kaum von Start zu Ziel racen. Dabei hat er immer noch Zeit für Style und grosse Tricks. Und ihm Ziel das grösste Grinsen auf dem Gesicht: Ein würdiger Sieger!

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Was auf dem Photo schon krass aussieht, war in Wirklichkeit ziemlich unmenschlich. Cam Zink’s 360 Drop wurde nicht umsonst zum Best Trick gekürt. Seine Line allerdings konnte die Judges zu wenig überzeugen um ihn zum Sieger zu machen. Ihm blieb der 2. Platz.

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Brandon Semenuk konnte sich mit seinem dritten Platz gleich auch noch den Gesamtsieg der FMB Worldtour sichern. Seine Line war wahrscheinlich die perfektest geshapte im ganzen Gelände, seine Digger verbrachten Stunden jeden Absprung bis in’s Detail zu formen. Er nutze dies um seine Slopestyle Tricks, wie Opposite 360 oder Backflip Can Can, auf dem Big Bike zu performen.

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Wir konnten uns nach Ramon’s zweiten Run alles in der sengenden Sonne Utah’s anschauen und staunen. Eine grosse Show, hier die Highlights:

Natürlich erhofft man sich nach 10 Tagen am Red Bull Rampage einen besseren Ausgang als zwei verpatze Läufe. Schlussendlich aber kommen wir beide heil zurück aus Utah. Ramon hatte in diesem Jahr doch einige harte Crashes. Auf der Rückfahrt nach Las Vegas durften wir dann, dank einem Polizeibeamten des Staates Nevada, über eine halbe Stunde mit Handschellen auf dem Boden sitzen und uns fragen was wir nun falsch gemacht haben. Definitiv ein Tag der Ramon und mir in Erinnerung bleiben wird. In positiv und negativer Hinsicht. Anyway, wir hatten zwei geniale Wochen in „the greatest country of the world“. See you soon Utah!

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