Craziest race of the year!!!

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Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, meine Go Pro wiedermal zu benutzen. Sie lag jetzt beinahe ein ganzes Jahr rum und im Neuschnee der letzten Tage würde es sicher ein paar schöne Aufnahmen geben. Der Akku war nach so langer Zeit natürlich leer, also zuerst mal an den PC hängen und aufladen. Als die Kamera so am PC hing, fiel mir auf, dass immernoch Filmaufnahmen drauf waren. Ich hatte keine Ahnung mehr, wann ich diese wohl das letzte mal gebraucht hatte und entschied mich einen Blick auf meine wiederentdeckten Filme zu werfen.

Nebst der Entäuschung, dass meine Kamera mal wieder etliche Hosentaschen Filmli gedreht hatte, stiess ich dann noch auf eine grosse Datei mit rund 700 MB und Volltreffer. Der längst vergessene Schatz ist wieder aufgetaucht. Beim ersten anschauen überzog es mich mit Gänsehaut und die Nervosität von jenem Tag war innerst Sekunden wieder in mir drin.

Es war einmal ein milder Wintermorgen im März. Chatel hatte zum Razor Snowbike gerufen und ich war da. Ein Snow Downhill Rennen mit Massenstart am Morgen und 10- Cross Aussscheidungsfahren am Nachmittag. In Tat und Wahrheit hatte ich mich ja besonders auf den Ten Cross am Nachmittag gefreut. Dieser bietet eine verspielte Strecke und jede Menge spannend Duelle. Bis man im Finale war waren immerhin 8 Läufe zu absolvieren. Der Massenstart am Morgen, ja der konnte mit den Klassikern der Snowdownhill Rennen nicht ganz mithalten. Aber trotzdem, Spannung war an diesem Morgen garantiert.

Das letzte Mal war ich glaube ich 2 oder 3 Jahre zuvor da, von der Strecke hatte ich keine Ahnung mehr und eine Streckenbesichtigung für den Massenstart Downhill am Morgen gibt es keine. So war mal wieder die Devise einfach der Masser hinterher zu fahren und hoffen nicht der erste zu sein, um nicht schon zu Beginn mit viel zu viel Speed in eine Kurve zu kommen oder gar auf einen falschen Weg zu geraten.

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Meine Hoffnung wurde erfüllt, der Start war schlecht, es gab ein ordentliches Gerangel und aufholen war angesagt. Meine andere Hoffnung wurde nicht erfüllt. Bereits in der ersten Kurve knallte es und es folgten noch unzählige Crashs mehr. Die Strecke war mal extrem eisig, dann wieder extrem weich. Nicht gerade einfach. Mir wurde während dem Fahren wieder bewusst, warum mich diese Strecke nicht sonderlich geflasht hatte. Überall gabs Shortcuts über nicht präparierte Pisten. Die Chance dabei in weichem Schnee stecken zu bleiben ist immens. Wer nicht stecken bleibt hatte aber definitiv die schnellere Linie. Ohne eine Streckenbesichtigung war mir das aber zu heiss, hier gross abzukürzen, die Aufholjagd und das Rennen war somit gelaufen.

Racen mit den Frenchies ist schon immer wieder speziell. Im Race Mode wird hier auch der ambitionsloseste Amateur zum aboluten Kamikaze Fahrer und es gibt kein Pardon. Es wird gefightet ohne Rücksicht auf Verluste. Eigentlich ja genau mein Ding. Nur sollte man sich mental drauf vorbereiten, den normalerweise geht es schon friedlicher zu und her.

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Es blieb mir am Morgen eine Rangierung um Platz 20. Am Nachmittag gewann ich allerdings den Ten Cross und kam im Gesamtklassement immerhin noch auf Platz 5.

Dieses Jahr werde ich es besser machen und mir noch ein zwei mal die Go Pro Aufnahme anschauen, damit ich den Track dann auch einigermassen kenne!

Eine Antwort zu Craziest race of the year!!!

  1. who cares says:

    „…und hoffen nicht der erste zu sein.“ ganz schön bescheiden der herr autor..

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