Snow Epic – Tag 1: Wir schreiben Geschichte!

Fahren auf Eis

In Engelberg treffen sich Fatbike Enthusiasten aus der ganzen Welt zum allerersten Snow Epic. Viel Pioniergeist übertrifft die Misere mit dem fehlenden Schnee. Die Strecke des ersten Rennens heute präsentierte sich sehr diffizil. Unseren Reporter verfolgte leider das Pech.

Wir schreiben heute Geschichte! Das ist das Motto zum Start des Snow Epic. Schliesslich ist dieses mehrtägige Schneerennen das erste seiner Art und könnte zur Legende wie das Cape Epic in Südafrika werden. Die Veranstalter rufen dies den Teilnehmenden immer wieder in Erinnerung.

Diesen Spirit teilen alle der hauptsächlich aus dem Ausland angereisten Fatbike Enthusiasten. Neben vielen Freunden des Cape Epic Veranstalters in Südafrika (von dem die Idee für ein  Snow Epic stammt) mischen sich Bike Pioniere, Szenis und Freaks unters Teilnehmerfeld.

 

Fehlender Schnee

Dem Pioniergeist tut der historisch knappe Schnee hier in Engelberg keinen Abbruch. Die Veranstalter verweisen auf den angesagten Schneefall der kommenden Tage. Es wird dann schon noch ein richtiges Schneerennen. Ganz nach dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt! Auch das gehört zum Spirit hier.

Aufgrund der prekären Schneeverhältnisse mussten die Veranstalter improvisieren. Die Strecke heute wurde stark verkürzt. Ausserdem wurde kurzerhand ein Rundkurs geplant, den es 4-mal zu umrunden galt, womit es zu einem eigentlichen Cross-Country Rennen kam heute.

Anspruchsvolle Streckenverhältnisse

Dort wo es noch weiss war, gefror der am Vortag durch Regen völlig aufgeweichte Schnee komplett zu Eis. So wurde es fahrtechnisch äusserst anspruchsvoll.

Alle sind bereit

Foto: Mario Zimmermann

 

In diesen Abschnitten kam einem die 4.7 Zoll Bereifung sehr entgegen. Dennoch mussten sich die Biker den Weg über die weniger vereisten Stellen der Strecke richtiggehend suchen. Das bedeutete ein Fahren hauptsächlich direkt am Wegrand oder etwas daneben, wo der Schneeflaum noch etwas aufgelockert war.

Stürze an der Tagesordnung

Die Teilnehmer aus den warmen Weltregionen haben teilweise überhaupt keine Erfahrung mit Schnee und Eis. So waren viele völlig überfordert. Stürze gab es zahlreiche, die meisten gingen jedoch glimpflich aus.

Der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Denn schliesslich wusste sowieso niemand so recht, was einen hier erwarten würde. So nehmen alle die Herausforderungen an. Denn schliesslich schreiben wir Geschichte!

Wie lief es den dem Traildevils Reporter?

Nun, beim Start schaltete ich wohl etwas überhastet. Ein Kettenriss gleich zu Beginn und bremste  komplett aus. Die schnelle Hilfe der direkt daneben stehenden Rocky Mountain Jungs war da sehr willkommen. Danke vielmals!

Epic Kettenriss

by Mario Zimmermann. Ketten nieten im Hochtempo!

 

Trotzdem resultierte natürlich ein grosser Verlust von 4-5 Minuten und das Feld musste von hinten aufgerollt werden. Später küsste ich, wie viele andere auch, einmal kurz den harten Eisboden. Schlussendlich konnte ich mich aber noch auf den 10. Rang vorarbeiten und war ganz zufrieden damit. Für die kommenden Rennen liegt also hoffentlich noch einiges mehr drin.

Morgen geht’s weiter mit einem Bergrennen, einem Downhillrennen und einem Dualslalom. Alles an einem Tag!

 

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