Rennbericht UCI Worldcup Fort William

Zum elften Mal fand am vergangenen Wochenende in Fort William ein Downhill Worldcup statt. Seit dem ich das letzte mal dort war, wurde die Strecke aber an vielen Stellen abgeändert. Wie immer machte die Strecke grossen Spass zu fahren und sogar das Wetter war trocken, wofür Schottland ja nicht unbedingt bekannt ist. Mein Qualilauf lief mir gut, in der ersten Zwischenzeit lag ich auf dem 44. Platz. Bei der zweiten Zwischenzeit bin ich etwas zurückgefallen auf den 67. Platz, um die Qualifikation der Top 80 zu schaffen sah es also immer noch gut aus. Nach dieser Stelle folgten nur noch einige Sprünge, bei welchen ich auch gut durchkam.  Etwa 100 Meter vor dem Ziel, als es eigentlich nur noch geradeaus ging und nichts mehr passieren konnte, hatte ich aber plötzlich einen Platten am Hinterrad! Der Schlauch verwickelte sich sogar noch im Kranz und blockierte das Hinterrad. Ich konnte deshalb nur noch ins Ziel rennen, dabei verlor ich aber viel zu viel Zeit und die Quali war gelaufen (143 Rang). Somit war ich beim Finale leider nur noch als Zuschauer dabei. Warum ich genau Platten hatte weiss ich nicht sicher. Im oberen Teil ist die Strecke sehr heikel für Platten, deshalb hatte ich extra einen neuen Reifen, einen dicken Schlauch und die sehr plattensichere, leichte Felge montiert. An der Stelle, an welcher ich den Platten hatte, ist aber nichts spitziges am Boden. Möglicherweise hatte ich während meiner Fahrt so viele Dellen in der Felge geholt, dass schlussendlich der Reifen von der Felge gesprungen ist.
 
1. Aaron Gwin USA
2. Danny Hart GBR
3. Gee Atherton GBR
 

Rennbericht Homberg Race / IXS European Cup Monte Tamaro / IXS European Cup Leogang / UCI Worldcup Val di Sole

Hallo zusammen!
 
Die Saison hat schon vor einigen Wochen wieder angefangen, leider bin ich aber bis jetzt nicht dazu gekommen um Rennberichte zu schreiben. Nun habe ich mir aber die Zeit genommen und hier die letzten Rennen kurz zusammengefasst.
 
Homberg Race
Alljährlich fand das Homberg Race im Berner Oberland als Saisonstart statt. Das Wetter war super und trotz Schneefall am Sonntagmorgen trocknete die Strecke bis zum Rennlauf wieder ab. Mir lief es dabei gut und konnte zum ersten Mal in meiner Karriere das Homberg Rennen gewinnen, obwohl ich schon seit vielen Jahren gestartet bin.
 
1. Samuel Zbinden
2. Lutz Weber
3. Thomas Ryser
 
IXS European Cup Monte Tamaro, Schweiz
Der Start der internationalen Rennen war ein paar Wochen später im Tessin. Die Strecke wurde wieder sehr anspruchsvoll und machte grossen Spass zu fahren. Vor der Quali am Samstag Nachmittag hatte ich schon viel trainiert und war deshalb schon etwas müde. Dies merkte ich auch im Qualilauf und bin deshalb locker und sicher heruntergefahren, mit der Idee Kraft für das Finale am Sonntag zu sparen. Leider schlug das schöne Wetter am Sonntag um und das Rennen wurde wegen starkem Nebel abgesagt, es zählte die Rangliste aus der Quali. Mein Resultat war deshalb sehr schlecht, 49. Rang.
 
1. Remi Thirion FRA
2. Damien Spagnolo FRA
3. Mickael Pascal FRA
 
IXS European Cup Monte Tamaro, Österreich
Auf der diesjährigen WM Strecke fand das zweite Rennen des IXS European Cups statt. Das Starterfeld war sehr stark, viele top Weltcupfahrer waren am Start. Ich hatte gefühlsmässig einen sehr guten Rennlauf, trotzdem hatte ich aber viel Zeit auf die schnellsten Fahrer verloren und wurde nur 69ster.
 
1. Greg Minnaar RSA
2. Steve Smith CAN
3. Brook Macdonnald NZL
 
UCI Worldcup Val di Sole, Italien
Die Strecke in Val di Sole war wie letztes Jahr wieder sehr technisch, machte aber viel Spass. In der Quali gab es Verspätung, nach meinen Berechnungen etwa 45 Minuten. Ich wartete an der Bergstation, da es dort angenehm kühl war im Gegensatz zum Start weiter unten, wo es fast kein Schatten gab und die Sonne herunterbrannte. Nach 25 Minuten fuhr ich an den Start, leider war ich aber zu spät da der Rückstand wieder aufgeholt und auf 25 Minuten verkleinert wurde. Damit hatte ich nicht gerechnet, somit war dieses Rennen für mich schon vor der Quali vorbei. Zu dumm – aber selbst schuld!
 
Nun hoffe ich, dass es in Fort William am Worldcup im nächsten Wochenende wieder besser läuft!
 
Viele Grüsse
Samuel
 

Team 2012

In der nächsten Saison werde ich neu für das Team von Stöckli Bike fahren. Der Bike-Shop Stöckli Bike ist in Geroldswil bei Zürich und wurde von Hanspeter Stöckli gegründet. http://www.stoecklibike.ch/ Hanspeter kenne ich seit vielen Jahren, denn er ist früher auch Downhill Rennen gefahren. Zu dieser Zeit startete ich noch bei den Junioren, Hanspeter fuhr schon in der Masters Kategorie, und wir fuhren mit etwa gleich schnell. Ich erinnere mich knapp, wie Hanspeter  am Homberg Race als Master die Elite Kategorie ziemlich aufmischte!

Warum dieser Wechsel, nachdem ich jahrelang für den Jumpin Crazy Bike-Shop gefahren bin? Der Besitzer des Jumpin Crazy Bike-Shops, Dani Knecht, hat mich seit dem Beginn meiner Bike-Karriere unterstützt. Leider hatte Dani Ende Sommer 2010 einen sehr schweren Unfall. Er ist auf der Downhill Strecke in Todtnau schlimm gestürzt und hat sich heftige Hirnverletzungen zugezogen. Nur mit viel Glück hatte er den Sturz überlebt. Zur Zeit ist Dani in einem Wohnheim für Menschen mit neurologischen Verletzungen. An das Weiterführen der Arbeit im Bike-Shop ist momentan noch nicht zu denken. Deshalb wird sich ab Februar ein neuer Fahrradladen in den Räumlichkeiten des Jumpin Crazy Bike-Shop befinden und der Jumpin Crazy Bike-Shop wird in seiner bisherigen Form nicht mehr weiterexistieren. Hoffentlich wird Dani irgenwann wieder „der Alte“ sein.

Als weiterer Sponsor ist mir Motomarketing auch in der nächsten Saison wieder treu. Ich werde also wieder mit Fox Kleidern unterwegs sein. Mein neues Bike ist übrigens ein Specialized Demo 8.

In den Weihnachtsferien war ich vier Tage in San Remo um mit dem neuen Bike zu fahren, wie ihr auf den Bilder von Nils Thibaut sehen könnt!

 

 

Rückblick auf Saison 2011

Noch ein kurzer Rückblick auf die vergangene Saison:

Das erste Mal wieder mit dem Downhill Bike fahren konnte ich seit 1.5 Jahren erst kurz vor dem ersten Rennen Mitte April. Ich war jedoch froh, dass ich überhaupt wieder einigermassen fahren konnte, denn dies war gemäss meiner Chirurgin überhaupt nicht sicher. Das erste Rennen in Homberg lief ganz ok für die lange Pause, die Strecke war aber auch sehr einfach. Beim zweiten Rennen, dem IXS European Cup am Monte Tamaro, kam ich wegen der Schwierigkeit der Strecke ans Limit und bin nicht gut gefahren. Als ich dann ein paar Tage später den Downhill-Trainingsrückstand aufholen wollte, habe
ich während einer Trainingsfahrt die grosse Zehe angeschlagen und gebrochen.  Dies zwang mich zu einer weiteren Pause von 6 Wochen, was nach einer 1.5 jährigen Pause natürlich überhaupt  nicht schlimm war. Trotzdem war es schade, denn ich konnte eben genau nicht das fehlende Downhill-Training nachholen.

Als ich dann wieder fahren konnte, war schon der nächste IXS Cup in Chur. Ich hatte auf der einfachen Strecke ein gutes Gefühl, konnte aber noch nicht in den vordersten Rängen mitmischen. Zwei Wochen später fanden schon die Schweizermeisterschaften statt, und zwar in Wiriehorn. Wie sich im Nachhinein zeigte, war dies auch mein Saisonhöhepunkt! Ich fuhr eine gute Zeit, durch welche ich die Bronzemedaille gewann und von den Zeiten her wieder gut mit den anderen Schweizern mithalten konnte. Dies war insgesamt meine 11te Medaille an Schweizermeisterschaften in meiner Karriere!

Durch diese Platzierung war ich auch wieder zum Starten an den Worldcups berechtigt. Mein Ziel für die Saison 2011 war ursprünglich, eine gute Platzierung an den Weltmeisterschaften in 
der Schweiz Anfangs September zu erreichen. Und meine letzte Chance um mich überhaupt erst  für die Weltmeisterschaften qualifizieren zu können  waren die letzten zwei Worldcups, wo ich sehr gut fahren musste.

Beim Worldcup in La Bresse hatte ich eine gute Fahrt, leider aber im oberen Teil der Strecke die Kette verloren, da sich das Kettenschloss öffnete (was etwa einmal in 5 Jahren passiert!). Deshalb schaffte ich um wenige Zehntel den Einzug ins Finale nicht. Zwei Wochen später beim Worldcup in Val di Sole war also meine letzte Chance für die WM Qualifikation.

Leider musste ich leicht verletzt in Val di Sole an den Start, denn zwischen den zwei Worldcups bin ich bei der 4X Schweizermeisterschaft in Leibstadt auf mein Bike gefallen, hatte mich am Knie geschnitten, und konnte deshalb mein Knie nicht  ganz strecken.  Ich versuchte trotzdem möglichst gut zu fahren, was mir aber leider in der Qualifikation überhaupt nicht gelang und ich als 106ter schon wieder den Einzug ins Finale verpasste.

Dies bedeutete auch das Ende meines WM Ziels, denn ich wurde mit diesen Resultaten natürlich nicht selektioniert.

Zum Abschluss der Saison fuhr ich noch ein paar IXS Cups, bei welchen ich meistens sehr gute Fahrten hatte, beim Vergleich mit den anderen Fahrern aber merken musste, dass mein Speed noch nicht mit dem vor der Handgelenkverletzung vergleichbar ist.

Insgesamt bin ich 10 Downhill-Rennen, ein 4X Rennen und noch 6 Motocross Rennen gefahren. Mit den Motocross Rennen habe ich erst in dieser Saison angefangen und sie machen mir auch viel Spass.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich mein grosses Ziel, eine gute Platzierung an der WM, nicht erreichen konnte. Trotzdem war es für mich nach der langen Pause eine super Saison! Ich hatte sehr viel Spass an den Rennen und musste immer wieder feststellen, dass ein guter Downhill-Rennlauf
eben doch etwas vom geilsten ist!! Und einen kleinen Erfolg konnte ich mit dem 3. Rang an den Schweizermeisterschaften doch noch verzeichnen.

 Viele Grüsse

Sam

Worldcup La Bresse

In La Bresse, Frankreich, bin ich mein erster Weltcup seit 2 Jahren gefahren. Die Strecke war kurz, trocken und sehr abwechslungsreich. Am Start waren etwa 250 Fahrer und die ersten 80 konnten sich für das Finale qualifizieren. Durch die kurzen Fahrtzeiten von etwas mehr als 2 Minuten war klar, dass man schon eine sehr gute Fahrt haben musste um sich für
das Finale zu qualifizieren. Leider ist mir nach etwa einem Drittel der Strecke bei der Landung eines Sprunges der Wechsler ins Hinterrad gekommen. Dabei ist der Wechsler abgebrochen und die Kette gerissen. Ich konnte aber trotzdem
weiterfahren, aber natürlich ohne zu treten. Die Qualifikation fürs Finale habe ich aber dummerweise als 93. verpasst, auf den 80. Rang fehlten mir gerade mal 0.7 Sekunden.
 
Erfreulich ist einerseits, dass die Qualifikation fürs Finale machbar gewesen wäre, trotzdem aber sehr ärgerlich ist, dass ich so gar nicht erst die Möglichkeit hatte ein gutes Resultat zu machen und mir immer noch die Resultate fehlen um mich für die WM zu  qualifizieren. Ich hoffe deshalb, dass mir beim nächsten Worldcup in Val di Sole in 2 Wochen ein gutes Resultat gelingt.

Schweizermeisterschaft 3. Rang – Rennbericht IXS Downhillcup Chur und SM Wiriehorn

Hallo Zusammen!

In den letzten 2 Wochen hatte ich die Abschlussprüfungen meines Studiums und musste nochmals viel lernen – aus diesem Grund hier etwas verspätet der Rennbericht des IXS Swiss Downhillcups in Chur, welcher vor 2 Wochen stattgefunden hat und der Schweizermeisterschaft am Wiriehorn, welche dieses Wochenende war.

Zuerst zum IXS Downhillcup in Chur. Die Strecke war komplett neu, viele Anlieger, ein flaches Tretstück und eher einfach. Trotzdem machten viele Stellen extrem viel Spass. Das Wetter war perfekt, das ganze Wochenende eine trockene Strecke. Es waren nicht alle schnellen Schweizer anwesend, einige waren am Worldcup in Kanada, welches am gleichen Wochenende statt fand. Dafür waren aber noch ein paar Ausländer am Start. Seit meinem Zehenbruch Mitte April konnte ich erst 2x in Todtnau und 1x auf der Strecke in Chur Downhill trainieren. Trotzdem fühlte ich mich auf der Strecke gut. Mein Rennlauf lief mir auch gut und ich hatte keine Fehler, evtl. hätte ich aber etwas mehr am Limit fahren können. Leider konnte ich mich aber nur auf dem 11ten Rang platzieren und hatte trotz der einfachen Strecke etwa 8 Sekunden Rückstand auf den Sieger Marco Millivinti aus Italien. Durch mein eigentlich gutes Gefühl war ich etwas enttäuscht über den grossen Rückstand und hoffte, dass sich dieser in Zukunft durch mehr Fahrpraxis automatisch wieder verkleinert. Vor allem wollte ich an diesem Rennen auch die benötigten UCI Punkte holen um wieder an den Worldcups starten zu können, dies gelang mir mit diesem Resultat aber überhaupt nicht.

1. Marco Millivinti (ITA)
2. Janick Lieberherr
3. Lutz Weber

11. Samuel Zbinden

Wie schon gesagt, fanden in den 2 Wochen nach Chur meine Abschlussprüfungen statt. Aus diesem Grund konnte ich vorgängig nur noch einen Tag auf der Strecke am Wiriehorn für die kommenden Schweizermeisterschaften trainieren.
Ich reiste am vergangenen Donnerstag Abend ans Rennen am Wiriehorn an und freute mich wieder mal auf ein Wochenende ganz ohne Lerngedanken sondern mit 100% Konzentration auf das Rennen. Die Stecke am Wiriehorn war etwas weniger flüssig als in Chur, dafür viel abwechslungsreicher und auch trocken. Am Start waren dieses Mal alle schnellen Schweizer Fahrer. Anfangs hatte ich etwas Mühe mit den nicht so flüssigen Passagen, diese gingen aber von Fahrt zu Fahrt besser und ich bekam richtig viel Spass an der Strecke.
Im Qualilauf am Samstag Nachmittag versuchte ich die technischen Passagen möglichst schnell zu fahren und bei den Tretpassagen noch nicht ganz ans Limit zu gehen um Kraft zu sparen. Dies gelang mir gut und ich hatte die 4. schnellste Schweizer Zeit mit 9 Sekunden Rückstand auf den Schnellsten, Nick Beer. Der Schweizermeisterschaftslauf fand dann gerade anschliessend statt. Ich versuchte die technischen Passagen noch schneller zu fahren und voll zu treten. Mehr oder weniger gelang mir dies auch, ich machte aber auch einige kleine Fehler. Trotzdem konnte ich meine Qualizeit stark verbessern und gewann schlussendlich sogar die Bronzemedaille! Auf den Sieger Nick Beer hatte ich 4 Sekunden Rückstand, auf den 2. Platzierten Lutz Weber 2 Sekunden. Ich freute mich sehr über dieses kleine Comeback nach meiner 1.5 jährigen Verletzungspause! Es zeigte mir, dass ich nicht alles verlernt habe und wieder bei den Leuten bin. Auch habe ich jetzt wieder die benötigten UCI Punkte um am Worldcup zu starten!

1. Nick Beer
2. Lutz Weber
3. Samuel Zbinden

Am Sonntag sollte dann noch das Finale des IXS Swiss Downhillcups am Wiriehorn auf der gleichen Strecke wie die Schweizermeisterschaft statt finden. Wegen des starken Nebels musste das Finale aber abgesagt werden und der Qualilauf wurde gewertet. Dort klassierte ich mich als 8ter.

Viele Grüsse
Samuel

http://www.ixsdownhillcup.com/
Copyright: Hansueli Spitznagel, http://www.spitznagel.ch

Rennbericht Motocross Ederswiler

Hallo Zusammen!
Erst vor 2 Wochen konnte ich wegen meiner gebrochenen Zehe das erste Mal seit dem Rennen in Wohlen Anfangs April wieder auf mein MX Bike sitzen. Ich fuhr deshalb in den letzten 2 Wochen sehr oft MX,
um für das Rennen in Ederswiler am vergangenen Samstag wieder fit zu sein.
Der Wetterbericht sagte etwas Regen für das Wochenende an, jedoch hatte es bei der Ankunft am Freitag Abend in Ederswiler schon so viel geregnet, dass die Autos mit dem Traktor auf den Rennplatz gezogen werden
mussten.
Im Training am Samstag Morgen war die Strecke extrem nass, aber ging gut zum Fahren da der Schlamm noch sehr flüssig war. Im Zeittraining, welches direkt an das Training folgte, war dann die Strecke schon extrem klebrig und tief und es war schwierig schnell die steilen Hänge hoch zu kommen. Ich belegte den 28. Rang von 40 Fahrern.
Ich konnte also wieder als einer der letzten den Startplatz am Startgate aussuchen, denn die ersten 30 starteten am Gate in der ersten Reihen, die weiteren Fahrer in der 2. Reihe.
Im ersten Lauf musste ich ganz auf der Innenseite der ersten Kurve starten. Da meine Starttechnik noch sehr schlecht ist, fuhren mir die anderen Fahrer etwas davon. Dies war aber gar nicht mal so unbeabsichtigt, denn in Wohlen hatte ich gesehen, dass es meistens in der ersten Kurve eine Massenkarambolage gibt und wenn man nicht einer der vordersten Fahrer ist, man schnell in den Sturz verwickelt wird. So war es dann auch, es gab eine Massenkarambolage in der ersten Kurve und ich konnte am Haufen vorbei fahren. In der 2. und 3. Kurve gab es nochmals Massenkarambolagen und ich kam auch dort vorbei. Schätzungsweise lag ich danach etwa auf Platz 20.  Ich war erstaunt, wie
unsicher viele Fahrer im tiefen Schlamm waren und konnte immer wieder Leute überholen. Leider hatte ich dann aber in einem Anstieg nach einer Kurve den Motor abgewürgt und musste eine Zeit lang wieder ankicken. Dabei wurde ich
wieder von einigen Fahrern überholt. Als ich wieder am Fahren war, konnte ich noch einige Plätze gut machen, der erste Lauf war dann aber auch schon vorbei und ich klassierte mich auf dem 17. Platz.
Im Ziel merkte ich, dass ich am Hinterrad einen Platten hatte und deshalb war in der Mittagspause anstrengendes Reifenwechseln angesagt.
Ich wurde gerade rechtzeitig zum 2. Lauf fertig und stand wieder auf dem gleichen Startplatz am Startgate. Die Strecke hatte in der Zwischenzeit stark abgetrocknet und wurde extrem ausgefahren. Ich startete wieder langsam und konnte auch wieder um die Massenkarambolage in der 1. Kurve herumfahren. In diesem Lauf kam ich fehlerfrei durch, ich hatte aber etwas mühe mit den Armen und konnte nicht so viele Fahrer überholen, 19. Platz.
Bis zum 3. Lauf trocknete die Strecke noch stärker ab und ich konnte mich auch wieder etwas erholen.
Erstaunlicherweise blieb bei diesem Start ein Platz auf der anderen Seite des Gates frei und ich stellte mich ganz aussen hin. Mein Start war wieder etwas schlecht und es gab sogar keine Massekarambolage in der 1. Kurve. Ich war also etwa auf dem 25 Platz. Ich hatte ein gutes Gefühl und kämpfte mich Rang für Rang nach vorne. Leider hatte ich 2 Mal Pech und Fahrer stürzten gerade vor mir, so dass ich mitgezogen wurde oder ich in ihr Motorrad
fuhr und wieder Plätze verlor welche ich nach langen Fights wieder gutmachen musste, 24. Platz.
Fazit: Hat sehr viel Spass gemacht, aber ein besserer Start würde mir das Leben sehr viel einfacher machen! Bis zum nächsten MX Rennen also Starts üben!Foto: Alexander Suter

Rennbericht Monte Tamaro und Zehe gebrochen

Hallo Zusammen
 
Vor einer Woche startete ich beim IXS European Cup am Monte Tamaro. Die Strecke war super, nichts zu treten und durch den Regen und den steilen Berg richtig anspruchsvoll. In der Quali konnte ich leider nicht wirklich angreifen, ich fühlte mich einfach viel zu unsicher dazu und merkte, dass mir das Feingefühl durch die lange Pause zu fest fehlte. Am Renntag trocknete die Strecke leicht ab und ich montierte die Trockenreifen. Ich fühle mich wieder sicherer und hatte im Training ein gutes Gefühl. Im Rennlauf lief es mir aber leider überhaupt nicht, ich erwischte meine Linien nicht und lies es nicht Laufen, und am Schluss bin ich auch noch blöde in einer Kurve gestürzt. Ich schämte mich richtig als ich all die Zuschauer rufen hörte! Fazit: Definitiv noch zu wenig Downhill-Training.
 
Letzten Freitag wollte ich dies ändern und fuhr nach Todtnau zum Downhill-Training. Leider habe ich während der Fahrt den Fuss an einer Wurzel oder einem Stein angeschlagen und mir gerade den grossen Zehen gebrochen. Es ist zwar nur die Zehe, trotzdem dauert die Heilung auch 4-6 Wochen. Ich erhoffe mir dafür von dieser Zwangspause, dass ich mein Fussgelenk, welches ich Ende Januar verletzte, auch gerade auskurieren kann.
 
Viele Grüsse
Samuel
 

2x Motocross Wohlen und Downhill Homberg

So, die neue Saison hat wieder angefangen! Letztes und vorletztes Wochenende bin ich in Wohlen meine ersten 2 Motocross Rennen gefahren. Dies bei genialem Wetter und trockener Piste. Beim Lizenzfreien Motocross startete ich in der Kategorie 250 4T und beim SAM Rennen eine Woche später bei den Junioren Open. Ich klassierte mich beides mal im Mittelfeld. Motocross Rennen machen definitiv auch sehr viel Spass obwohl es etwas komplett anderes ist als die Downhill Rennen.
Am vergangenen Wochenende fuhr ich mein erstes Downhill-Rennen seit meinem Unfall vor 1.5 Jahren. Das Rennen war im Homberg und die Strecke eigentlich gleich wie in den letzen Jahren. Sie ist kurz aber intensiv und es kommt auf denen Sekundenbruchteil an. Es war ein super Gefühl wieder an einem Downhill-Rennen zu sein und alle Leute wieder zu sehen! Mit meinem Handgelenk ging das Fahren sehr gut und ich fühlte mich nicht eingeschränkt. Eher fehlt mir aber noch etwas das Downhill-Training, denn ich konnte seit der Wochen in San Remo Anfangs März nur noch 3x auf sehr einfachen Strecken fahren. Trotzdem war ich Resultate-mässig aber noch einigermassen bei den Leuten, und klassierte mich schlussendlich mit 1.7 Sekunden Rückstand auf den Sieger als 4ter. Gewonnen hatte Freddy Hunziker vor Bruno Ryser und Thomas Ryser.
Da ich keine Ahnung hatte, wie ich im Vergleich zu den anderen nach dieser langen Pause stehen würde, bin ich nun etwas erleichtert und hoffe dass ich mit etwas Downhill-Training meinen Grundspeed wieder steigern kann.
 
Viele Grüsse
Sam
Foto: Roger Hagen
Foto: www.sc-homberg.ch

Downhill Trainingscamp in San Remo

Vergangene Woche fuhr ich das erste Mal seit meiner Handgelenksverletzung vor 1.5 Jahren wieder auf einer richtigen Downhill-Strecke. Ich war 5 Tage in San Remo in Italien bei Roberto von Argentina Bike am trainieren. Die Strecken dort sind super, jedoch auch sehr ruppig und deshalb war ich etwas besorgt ob mein Handgelenk diesen ersten richtigen Test ohne allzu grosse Schmerzen durchstehen würde. Ich fahre nun mit einer dicken Schiene die mein Handgelenk stützt und so die Belastung etwas reduziert.
Glücklicherweise und zu meinem Erstaunen konnte ich tatsächlich fast beschwerdefrei fahren. Das Handgelenk lies es sogar auch zu, drei Tage am Stück zu fahren! Was ich immer noch leicht merke ist, dass ich etwas weniger Kraft in der linken Hand habe. Ich bin sehr erfreut wie gut das Fahren ging, denn laut den Ärzten war es nie klar, ob die Schmerzen jemals wieder so gering werden würden, dass ich „unbeschwert“ fahren könnte.
Ich merkte aber auch, dass wieder viel Training notwendig ist um das notwendige Feingefühl auf dem Downhill Bike zurück zu erhalten. Von einem guten Rennspeed bin ich noch weit entfernt, das wichtigste ist aber, dass nun ein „normales“ fahren wieder möglich ist! Nun heisst es wieder das Feeling zurück zu erhalten und die Rennsaison kann starten…
 
Viele Grüsse
Sam
 
 
Foto: Nils Thibaut
 

Mein Freeride Bike

Da es Actionmässig gerade nichts zu berichten gibt, hier ein Bild meines Freeride Bikes.

Der Grund, warum es noch keine Action gibt ist, weil ich mir Ende Januar am Fussgelenk die Bänder etwas angerissen habe. Ich bin bei einem Sprung beim MX zu kurz gekommen und vom Aufprall hat es mir beide Fussgelenke ziemlich durchgebogen. Im rechten Fussgelenk ging der Schmerz nach ein paar Minuten wieder vorbei, das Linke ist aber durch eine frühere Verletzung etwas weniger beweglich und konnte deshalb das Ganze nicht so gut wegstecken. Die ersten Tage konnte ich nur noch mit Stöcken laufen, jetzt, einen Monat später, geht das Laufen aber schon wieder relativ gut und Anfangs März versuche ich dann vorsichtig mal wieder auf die BMX Bahn zu gehen.
Nun aber, wie im Titel erwähnt, zu meinem Freeride Bike. Ich habe es letztes Jahr im Traildevils Occasions-Markt für 1000 Fr gekauft und nun mit meinen Teilen aufgebaut. Würde eigentlich Spass machen zum fahren, nur leider fehlt es hier in der Gegend an Trails die zum Bike passen würden…

Mein Fuss ein Tag nach dem Aufprall


So habe ich das Bike gekauft


und so sieht das Bike umgebaut aus


und noch von der anderen Seite

BIG UPDATE – Pläne 2011

Lange ist es her seit dem letzten Update. Im letzten halben Jahr war das Studium extrem streng und es blieb fast keine Freizeit übrig.

Nun ist aber dieses Semester endlich vorbei. Für das letzte Semester konnte ich eine besondere Lösung finden. Nämlich mache ich das letzte Semester in zwei Semestern, wodurch ich in den nächsten Monaten schon mehr Freizeit habe und im Sommer nochmals 2 Monate Semesterferien. Statt Ende August schliesse ich dafür das Studium erst vor Weihnachten ab. Somit sollte ich in nächster Zeit endlich wieder Zeit haben für das was in letzter Zeit extrem zu kurz gekommen ist.

DH Bike 2011

Wie geht es meinem Handgelenk? Kurz vor Weihnachten versuchte ich in Biel nochmals wie sich mein Handgelenk beim Downhillen anfühlt, doch leider schmerzte es noch immer beim Abstützen. Es war aber deutlich besser als noch im Sommer und im letzten Winter. Die Kraft in der linken Hand ist nun etwa 15 % tiefer als in der Rechten, im Sommer und auch vor der Operation war sie etwa 50 % tiefer. Auf der BMX Bahn kann wieder ohne Behinderung fahren und auch das Motocrossen geht gut. Ich hoffe, dass mit weiterem Krafttraining auch das Downhillen mit erträglichen Schmerzen zum Anfang der Saison wieder möglich ist. Mein Ziel in diesem Jahr ist nämlich die Weltmeisterschaft in Champery. Natürlich will ich auch die näher gelegenen Worldcups und Europacups sowie den Swisscup fahren. Zum Spass und als Training möchte ich auch noch ein paar Motocross Rennen bestreiten.

Glücklicherweise haben mir alle früheren Sponsoren, von denen ich schon eine Antwort bekommen habe, wieder zugesagt. Diesen möchte ich allen vielmals danken. Mein Downhillbike werde ich von der letzten Saison behalten, es ist ja noch fast wie neu.

Da ich nun wieder mehr Zeit habe will ich im Blog auf der Frontline Page alle paar Tage etwas Neues schreiben. Übrigens habe ich gesehen, dass die Domain meine Homepage nicht mehr funktioniert, deshalb kann man die Homepage neu auch unter www.samuelzbinden.ch.vu aufrufen.

Viele Grüsse
Sam

Motocross im Herbst 09

MX Session #2 mit Freddy und Rämu

Letzten Dienstag hatten wir wieder eine geile MX Session in Niderbipp. Auch Freddy Hunziker hat sich vor ein paar Monaten ein Töff zugelegt und war mit dabei. Und Rämu hatte sogar noch ein paar alte Downhill-Hosen im Schrank seines Buders gefunden! Wir fahren jedes Mal ein bisschen schneller und haben immer noch mehr Spass!

Im Gegenzug dazu bin ich wieder am Arbeiten, und zwar temporär als Hilfs-Stromer auf einer grossen Baustelle. Nicht gerade den Job, den ich mir als Festanstellung wünschen würde… da ich aber noch nicht biken kann, verdiene ich so wenigstens ein bisschen Geld.
Und ich glaube es ist sogar ein relativ gutes Training für mein Handgelenk und hoffentlich kann ich bald mit den Jungs auch wieder mal auf die DH Stecke mit!


Bei der Arbeit

MX Session mit Rämu

Auch Rämu Hunziker hat sich MX-Bike zugelegt und ist heute zum ersten mal in Niederbipp damit gefahren.

Sein Töff ist ein Suzuki 250er 2Takt von 07 und geht voll ab.
Und wie es sich für einen richtigen Freestyler gehört fährt Rämu mit Jeans! Übrigens checkt mal seine Website ab! http://www.ramonhunziker.ch/
Leider konnte ich kein Bild vom Fahren machen, ich versuche es aber das nächste Mal wieder…

Electrochoc 4X in Moutier

Ich habe gerade von Julien Kottelat ein Email bekommen, es ist eine Ausschreibung für ein cooles 4X Race in Moutier.

Am 3,4 und 5 September, also am ersten September-Wochenende, wird der 4X auf einer komplett gebauten Strecke mitten in der Altstadt von Moutier, wo vor 2 Jahren schon ein Slopestyle ausgetragen wurde, statt finden.
Für den Bau der Strecke werden 1000 m^3 Erde verbaut. Und für die ersten 3 Fahrer gibt es ein Preisgeld von 6000 SFr!

Mehr Infos auf http://electrochoc.ch/

Falls du interessiert bist um mit zu fahren, dann solltest du möglichst bald Julien ein Email schicken.
Seine Adresse: info@magmabike.com