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Zwei Schweizer und ein Franzose auf dem Trailfox-Podium

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Schlamm, Schnee und schnelle Linien: Beim Tailfox liessen sich die Rider nicht vom schlechten Wetter abhalten. Update Teilnehmerfotos
330 Fahrer hatten sich um 8. Red Bull Trailfox in Flims angemeldet. Knapp 300 kämpften sich bis am Ende durch Regen, Schlamm und Schnee. Bereits in der ersten Etappe zeigte der Trailfox-König René Wildhaber, wo der Hammer hängt. Auf sehr feuchtem Boden und über glitschige Wurzeln sprintete er durch die Nacht. Im Licht seiner Lampen sah der Schweizer DH-Marathon-Campf Linien, die andere nicht mal bei Tag nehmen würden und buchte seinen ersten Sieg.

Bei den Damen zeigte die Schweizerin Carline Forrer, dass ihr die Rennluft sehr gut bekommt. Im letzten Jahr hatte sie die Startplatz-Verlosung auf traildevils.ch gewonnen und landete gleich auf Anhieb auf dem dritten Schlussrang. In diesem Jahr legte sie einen drauf und erreichte gleich beim ersten Rennen den ersten Zwischenrang.

Zwei Sieger beim Pumptrack

Am Samstag setzte der Regen kurz aus und das Pumptrack-Race fand bei trockener Luft statt. Während auf der linken Linie Wildhaber seine Gegner hinter sich liess, zeigte auf der rechten Seite Ex-Weltcupper und Freerider Simon Schwander, dass er viel über Dreckhügel flitzt und pumpte ebenfalls auf den ersten Platz. Da die beiden Linien unterschiedlich lang waren, gab es pro Seite jeweils einen Sieger.

Bei den Frauen liess Forrer nichts anbrennen und gewann, ebenso ihre schärfste Konkurrentin Elke Rabeder aus Österreich auf der anderen Linie. Alle Top-Platzierten nutzten die Regeln aus und wechselten auf leichtere Reifen. Gleich danach waren wieder dickere und griffigere Schlappen gefragt: Der Sunset-Trail mit drei massiven Hindernissen war angesagt.

Drei Lines auf dem Sunset-Trail

Gleich beim Start wartete ein schmaler Weg über Holz auf die Racer. Viele der Top-Platzierten passten, gaben sich mit der hakeligen Chicken-Line aber nicht zufrieden. Deshalb eröffnete Schwander eine dritte Linie mit hartem Flat-Drop. Wildhaber zog über die Holzkonstruktion und rockte die Wallrides und den Step-Up am schnellsten. Sein ärgster Verfolger Jérôme Clementz aus Frankreich folgte dicht dahinter.

Dritter wurde der deutsche DH-Meister André Wagenknecht. Bei den Frauen meldete sich die deutsche Altmeisterin Antje Kramer mit einem zweiten Platz zurück im Rennen um den Sieg. Gewonnen hatte abermals Forrer, Rang drei ging an Rabeder. Wirklich trocken war dann die traditionelle Trailfox-Party. Nach vielen Jahren unter freiem Himmel fand sie erstmals in der Halle des Sportzentrums statt. Eine deutliche Verbesserung, die vor allem auch den Campern entgegekam, konnten sie so doch einige Stunden im trockenen und warmen verbringen.

Gleichzeitig im Ziel

Mit lediglich je drei Punkten gingen Wildhaber und Forrer am Sonntag an den Start. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen starteen sie zu einem dramatischen Kampf um Sekunden.

René Wildhaber lieferte sich mit dem Franzosen Jérome Clementz ein Duell vom ersten bis zum letzten Meter. Die Führung wechselt mehrmals und die Ziellinie überquerten beide nach einem Spurt in der gleichen Hundertstelsekunde. Eine Premiere und im Radsport selten. In der Endabrechnung ergabt das den vierten Gesamtsieg für René Wildhaber. «Mein Fahrgefühl war auf allen vier Strecken gut, ich hatte viel Spass – besonders am Duell mit Jérome Clementz auf dem High Noon Trail» erklärt der Flumser

Zweiter wird Jérome Clementz, Dritter der Schweizer Thomas Tödtli. Neben dem Podest standen Frank Hedwig aus Deutschland auf dem vierten und Schwander auf dem fünften Rang. Sie liessen unter anderem Ralf Schupp, André Wagenknecht und Robert Jauch teilweise weit hinter sich.

Trotz Sturz auf Rang eins

Dramatisch verlief auch die Entscheidung der Frauen. Caroline Forrer stürzt in der ersten Kurve, kämpft sich aber wieder nach vorne und überholt die führende Antje Kramer . Sie setzt sich bis ins Ziel noch leicht ab. «Ein Wochende Spass haben im Schlamm, kämpfen und schliesslich gewinnen. Es ist eine Riesen-
freude!» Hinter ihr lassieren sich Rabeder und Antje Kramer.

Das Wochenende war gezeichnet von Nässe. Schlamm-Pneus waren Pflicht. Glücklicherweise gab es einige trockene Abschnitte. Trotzdem wurden aus Sicherheitsgründen das Road-Gap und die Drop/Step-up-down-Combi auf dem Trail am Sonntag gesperrt.

Diese Sicherheitsvorkehrungen kommentierten viele Fahrer mit Buh-Rufen. Doch die Organisation hatte mit ihren Entscheidungen recht, war die Nässe doch bereits für viele Risiko genug. Es bleibt zu hoffen, das der Trailfox auch bis zum Zehn-Jahr-Jubiläum 2012 weitergeführt wird - und das Wetter im nächsten Jahr besser ist.

Ranglisten:

Männer
Frauen

Teilnehmer Fotos
Und hier kommen die Teilnehmer Fotos by Hansueli Spitznagel und Suti:
Teilnehmer Fotos auf Flickr

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